Pokalfinal-Tagebuch: 2. Tag – Die Stadt hüllt sich in Weiss und Blau

Der zweite Tag in Berlin begann pünktlich um 8:00 Uhr. Man war zwar ein wenig verschlafen, dennoch ausgeruht genug. Gestärkt haben wir uns mit einem ausgiebigen und reichhaltigen Frühstück. Das Sporthotel Kolumbus (www.hotelkolumbus.de ) erwies sich als absoluter Geheimtipp. Es erwies sich bereits nach nur wenigen Stunden als Top-Adresse. Hierbei sei zu erwähnen, das die Zimmer sauber sind, die Betten bequem und das Personal überaus freundlich, nett und hilfsbereit. Selbst das Frühstücks-Buffet ließ keine Wünsche offen. Es übertraf sämtliche Erwartungen in seiner Vielfältigkeit und den zahlreichen Angeboten. Eine lohnenswerte Adresse für den Trip nach Berlin.

Nach dem Frühstück ging es dann zur DFB-Pressekonferenz. Horst und Thomas waren gespannt, welche Location sie erwarten würde. Sie mussten leider draußen warten, während die Kollegen der Redaktion zur Pressekonferenz mussten. Doch schon allein der Anblick des Olympiastadions von Außen erstellte sich als beeindruckend dar.

Die Rückreise in Richtung Mitte erstellte sich problematischer dar als gedacht. Die Straßen waren überfüllt. Das Navi zeigte bei einer Entfernung von 20 Kilometer eine Reisedauer von 17 Minuten an. allerdings benötigten wir tatsächliche eineinhalb Stunden.Auf dem weg zum Hotel verloen wir Horst Suhren und Nacir Chemao. Wir hatten uns am Morgen dazu entschlossen mit zwei getrennten Wagen zu fahren. Die Redaktion machte sich mit Thomas Suhren auf den Weg zum Hotel. Künstler Nacir Chemao und Horst Suhren trafen sich mit einem befreundeten Künstler, der hier in Berlin lebt. Dieser bekam von Chemao ein limitiertes Poster von „Kiss the Cup“ geschenkt, welches er sofort mit einem MSV-Schal drappiert in seinem Schaufenster ausstellte. Dieses Schaufenster putzte Chemao vorher gründlich sauber.

Die Redaktion entschied sich derweil dazu, nach getaner Arbeit etwas essen zu gehen. Der Redaktionsleitung wurde mitgeteilt, das man sich einen Salat einverleiben wird. Dieser trat jedoch in Form eines Chicken-Burgers bei Burger King in Erscheinung.

Nach dem Essen trafen wir uns alle dann in der Galerie des Berliner Künstlers Wolfgang Kruse wieder. Von dort aus trennten sich erneut unsere Wege, da die Redaktion mal wieder zum Olympiastadion musste. Denn dort wurde für einige Minuten das Training beider Mannschaften frei geschaltet. Derweil tummelten sich Nacir und Horst am Brandenburger Tor herum, wo der Flash-Mob stattfinden sollte, bei dem sich zahlreiche MSV-Fans einfinden sollten. Es hatten sich circa 1.500 Fans eingefunden. Sie zündeten Böller und bengalische Feuer. Doch das Wetter machte dem Ganzen schnell ein Ende, da ein starkes Gewitter aufzog. So trennten sich die Zugereisten schnell wieder und suchten das Weite.

Der andere Teil der Redaktion hielt sich mehrere stunden im Hotel auf um die technischen Probleme in den Griff zu bekommen. Dennoch mussten wir uns bereits nach sechs Stunden geschlagen geben.

Die anderen entschieden sich dazu noch eine Kleinigkeit essen zu gehen. Die Uhr zeigte bereits halb eins in der Nacht an. Übermüdet und abgekämpft und den Hunger dabei verdrängt zu haben ließen wir uns auf diese Idee ein. Dennoch gab es nicht mehr all zu viel, wo man um diese Uhrzeit noch was zu beißen gab. Doch wir fanden schnell einen türkischen Imbiss. Nacir entfernte sich üplötzlich von unserem Tisch. Wir dachten, wir hätten ihn irgendwie verärgert. Oder stanken wir? Oder mochte er einfach nicht mehr mit den MSV´lern zusammen sitzen? War er zu den Schalkern über gelaufen? Nein, zum Glück nicht. Er brauchte nur einen bequemeren Stuhl.

Dann wurde das Essen gebracht. Horst meinte verschrocken: „Hoffentlich ist keine Pepperoni drauf!“ – Die Redaktion bot sich für diese an. Thomas meinte sofort: „Gut, wir haben eine Irre gefunden.“ – Leichte Irritation machte ich breit, aber die Situationskomik war schon zu spüren. Die Pommes waren versalzen. Der Koch schien verliebt. Doch man brachte uns sofort ohne zu murren eine neue Portion dieser herrlichen Kartoffelstäbchen.

Hierbei sollte zu folgenden im Nachhinein noch erwähnenswert sein:

Es liegt nicht in unserer Redaktionsmoral dem Leser die gewünschten Informationen verspätet zukommen zu lassen. Wir vor Ort bitten dies zu entschuldigen. Die technischen Probleme waren stärker als wir. Alles werden wir dennoch entsprechend nachliefern.

Zwei Tage haben wir nun alles für und mit dem MSV gegeben. Nun ist im morgigen spiel die Mannschaft dran ihre Fans für all ihre Bemühungen zu belohnen. Holt den Pott, denn nach wie vor gilt die Devise für die Schalker: „Nur gucken, nicht anfassen.“

 

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