Die Party an der Hafenstraße geht weiter – Aachen wurde am Freitag den 13ten eiskalt bestraft

Am Freitagabend empfing Rot Weiss Essen die U23 von Alemannia Aachen, die vor der Partie Rang vier der NRW Liga belegte, während das Team von RWE Coach Waldemar Wrobel bereits den Aufstieg in die Regionalliga perfekt machen konnte. Für Essen ging es trotzdem heute um Einiges, da die Essener mit einem Sieg gegen Aachen die Meisterschaft der NRW Liga vorzeitig für sich entscheiden könnten.

Für Alemannia Coach Außem war die Partie an der Hafenstraße eine ganz besondere. Von 2007 – 2010 gehörte er dem Trainerteam der Rot Weissen an. Außem, der seine Rückkehr an die Hafenstraße als „sehr emotional“ bezeichnete, musste auf Unterstützung aus dem Profikader verzichten. RWE Coach Waldemar Wrobel dagegen konnte personell aus dem Vollen schöpfen.

Das Georg Melches Stadion war bereits 30 Minuten vor Anpfiff gut gefüllt, da es das letzte Flutlichtspiel an der Hafenstraße war, und, wie jedem bekannt ist, sind Flutlichtspiele an der Hafenstraße in Essen legendär, da die Zuschauer die alte „Ruine“ zu einer „Festung“ verwandeln.

Um Punkt 19.30 Uhr pfiff Schiedsrichter Marc Frömel die NRW Liga Partie an.

Beide Teams begegneten sich in den ersten 10 gespielten Minuten auf Augenhöhe, und es fand eher ein vorsichtiges Abtasten statt.

Die erste richtige Torchance gab es allerdings erst in der 20. Spielminute durch Holger Lemke, der auf das Gehäuse von Aachen Keeper Jorzig zulief. Lemke konnte erfolgreich abschließen, verfehlte das Gehäuse allerdings nur um wenige Zentimeter.

In der 27. Spielminute gab es dann eine weitere Möglichkeit, eine Angriffssituation für Rot Weiss Essen einzuleiten, doch Kerim Avci vergab einen Freistoß leichtsinnig.

In der 32. Spielminute die erste Offensivaktion für Alemannia Aachen und gleich gab es einen Treffer. Die Gäste aus Aachen gingen nach einem erfolgreichen Torabschluss durch Narciso Lubasa, der RWE Keeper Dennis Lamczyk keine Möglichkeit zum Abwehren gab, in Führung (0:1).

Um 20.16 pfiff Schiedsrichter Frömel zur Halbzeitpause. Beide Mannschaften präsentierten sich emotionslos, unsicher und legten wenig Leidenschaft an den Tag. In der Offensive ging bei beiden Mannschaften Nichts. Die Gäste aus Aachen hatten nur eine Torchance in der ersten Hälfte. Diese nutzten sie eiskalt. Aachen ging somit verdient mit einer 0:1 Führung in die Kabine. Für die Zuschauer allerdings war diese erste Hälfte eine Enttäuschung.

Die zweite Halbzeit begann, wie man es bei den Flutlichtspielen an der Hafenstraße gewohnt ist. Ein Grund dafür war sicherlich der Sturm von 250 Aachen Fans, die das Georg Melches Stadion stürmten und für Stimmung sorgten. Anfangs allerdings auf negativem Niveau. Doch während der Partie entwickelte sich die Stimmungslage an der Hafenstraße zum Positiven und beide Fanlager feuerten Ihre Mannschaften an.

Diese Stimmung übertrug sich auf die Aktiven auf dem Rasen. Beide Teams zeigten Leidenschaft und Biss und boten den Zuschauern an der Hafenstraße Aggressivität in Zweikampfsituationen.

Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit ließen beide Teams allerdings nach. Es gab wenige nennenswerte Aktionen in der Offensive. Die 5370 Zuschauer im Georg Melches Stadion langweilten sich. Es schien, als wäre bei Spielern und Fans die Luft ausgegangen.

In der 71. Spielminute entschied sich RWE Coach Waldemar Wrobel für einen Wechsel. Kevin Lehmann musste gehen und mit Dirk Jasmund brachte er einen Führungsspieler in die Partie. Er sollte das Spielgeschehen ankurbeln.

Dieses gelang in der 77. Spielminute, in der RWE eine Offensivaktion durch Holger Lemke hatte. Dieser scheiterte jedoch an Aachen Keeper Jorzig.

Bis zur Schlussminute geschah dann so gut wie gar nichts. Doch als die 93. Spielminute lief, wurde Alexander Thamm gefoult. Schiedsrichter Frömel entschied auf Freistoss für die Rot Weissen. Dieser wurde anschließend von Kerim Avic abgefälscht und er verwandelte somit zum 1:1 Ausgleichstreffer, quasi mit dem Schlusspfiff. RWE hatte halt das Glück eines Aufsteigers.

Um Punkt 21.19 Uhr pfiff Schiedsrichter Frömel die NRW Liga Partie ab. Beide Mannschaften gaben eine schwache Vorstellung und die Zuschauer an der Hafenstraße sahen im gesamten Spiel nur eine Hand voll Torchancen.

Doch Essen kämpfte wieder bis zum Schluss. Somit wurde das Team von RWE Coach Waldemar Wrobel belohnt und sicherte sich mit dem 1:1 Remis die Meisterschaft der NRW Liga.

Herzlichen Glückwunsch dazu von der gesamten Xtranews Redaktion.

Was sich nach dem Abpfiff abspielte war einfach nur Gänsehaut Feeling. Die komplette RWE Mannschaft, inklusive Trainerteam, feierte mit den Fans zusammen auf der Tribüne und das alte Georg Melches Stadion an der Hafenstraße in Essen explodierte voller Emotionen.

Die Alemannia reist am nächsten Spieltag zu den „kleinen“ Zebras vom MSV Duisburg. Anstoß ist am 22. Mai 2011 um 15Uhr an der Westender Straße in Duisburg Meiderich. Das Team von RWE Coach Waldemar Wrobel dagegen hat „Spielfrei“ und somit zwei Wochen zum regenerieren. Für Essen geht es dann am 29. Mai 2011 zum letzten Mal in der Saison auf den Platz. Da empfangen die Rot Weissen die Fortuna aus Köln. Anstoß ist um 15 Uhr an der Hafenstraße.

 

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