MAXI-Musik und HOFkultur: Das Kreativquartier Ruhrort präsentiert vielfältige Veranstaltungsreihe

Unter dem Motto „Wir in Ruhrort: Gemeinsam nach vorn“ präsentiert der Kreativkreis Ruhrort eine Veranstaltungsreihe, die MAXI-Musik und HOFkultur vereint. Spielorte sind dabei die St. Maximiliankirche sowie Innenhöfe in ganz Ruhort.

„Ich habe den schönsten Nebenjob der Welt“, stellte Olaf Reifegerste bei der Pressekonferenz im Cafe Kaldi fest. Wenngleich der auch ehrenamtlicher Natur ist, denn als Organisator des Initativkreis Ruhrorts hat Reifegerste ein vielfältiges und buntes Programm ins Cafe Kaldi mitgebracht. Dabei war zu Beginn der Pressekonferenz auch das Lokal Harmonie, das momentan als Spielstätte von Seiten des Ordnungsamtes als „nicht geeignet“ befunden wurde, ein Thema – wenngleich das Statement von Reifegerste hier kurz und knapp ausfiel: „Ich möchte eins ganz deutlich sagen, zu einer guten Karosserie, so wie sich die Kreativstation Ruhrort entwickelt, mit einem hervorragendem, ganz wichtigem Motor muss man aufpassen, dass man nicht in Schlaglöcher fährt. Ein solches Schlagloch ist leider nicht im Winter entstanden, sondern im Sommer 2010 am 24. Juley diesen Jahres.“

Ruhrort als Kreativquartier sieht allerdings nach vorn – das Sommermärchen der Akzente wird weitergetragen, der Kreativkreis Ruhrort quasi als Spin-Off der Akzente. Mit den beiden Veranstaltungsreichen MAXI-Musik und HOFkultur wird das, was mit dem Adventskalender begann – dieser wird übrigens auch 2011 fortgeführt werden – zum einen mit Konzerten in der St. Maximilankirche, zum anderen mit Kunst in Ruhrorter Innenhöfen. Entdeckt wurden sie während des Adventskalenders im letzten Jahr. „Der Innenhof des 1000 Fensterhauses eignet sich nicht unbedingt für Musik, daher findet dort Tanztheater statt,“ erklärt Reifegerste. Die Duisburger Tänzer Avi Kaiser und Sergio Antionio fragen sich, wo 7 Fenster des Hauses geblieben sind: „991, 992, 993…“ Durch die Architektur des Hauses inspiriert darf man sich am 20. und 22. Mai auf eine tänzerische Entdeckungsreise begeben.

Neben Tom Liwa und Tim Isfort kann Reifegerste „etwas Einzigartiges“ präsentieren: Unplugged und acapella werden „Die Kassierer“ am Karlsplatz 1 auftreten – 22. Mai – die Punkband hat sich seit letztem Jahr in Ruhort niedergelassen und wird im Programm Songs spielen, die sonst nicht zu hören sind. Dafür sollte man sich schon rechtzeitig Karten sichern. Ebenfalls ein Highlight des Programms ist das Stück „Shakespeares sämtliche Werke leicht gekürzt und orientalisiert“ – alle Dramen des britischen Barden in 90 Minuten vom Kölner Arkadas-Theater mit nur drei Schauspielern dargeboten. McBeth als Maharadscha und Hamlet als Hamlüt sowie die Königsdramen als Fußballspiel. „Hüsch und Verwandten“ dagegen lässt Texte des niederrheiner Kabarettisten wieder lebendig werden. Joachim Henn, Autor, Dramaturg und Rezitator, bringt die Figuren Hüschs am 22., 28. und 29. Mai mit all ihren Facetten nach Duisburg.

Die Konzerte in der St. Maximilian Kirche spannen den Bogen von amerikanischen Gegenwartskomponisten mit Friedrich Storfinger am 17. Juli – der Werke des amerikanischen Komponisten Louis Thomas Hardin aka moondog spielt und als der Interpret für diesen Komponisten auf der Orgel angesehen wird  – über Klangbilder als Vorboten des Sommers – mit dem Duo Duende am 19. Juni – bis hin zum bekannten „Miserere“ von Allegri, das Mozart nach nur einmaligem Hören fehlerfrei in einen Partitur übertrug. Das Ensemble Provocale ist am 12. November zu Gast. Wer sich für die kommenden Weltstars der Klassik interessiert, kann die Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ am 16.10. erleben.

Alle Veranstaltungen kosten 8, – Euro – ermäßigt 5,-. Die Vorverkaufsstellen sind zum einen das Hunde-Cafe von Susanna Joijko, Weinhagenstr. 28 sowie der Friseursalon von Anja Westerhelweg, Neumarkt 23. Wer alle Veranstaltungen einer Reihe besuchen möchte, kann einen Festivalpaß von 40,- bzw. 25, – Euro erwerben. Aktuelle Informationen sind auf der Facebook-Fanseite Kreativquartier Ruhort zu finden.

 

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