Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt gegen namentlich Beschuldigte der Duisburger Loveparade-Katastrophe

Düsseldorf – Im Zusammenhang mit dem tödlichen Ausgang der Loveparade ermitteln Staatsanwaltschaft Duisburg und Kölner Polizei jetzt nicht mehr gegen Unbekannt. Sie konzentrieren sich auf 16 Beschuldigte. „Auch im Interesse der Opfer und Angehörigen legen wir Wert auf eine umfassende Aufklärung. Wir wollen Klarheit über die Ursachen der Katastrophe. Deshalb haben wir von Anfang an auf Offenheit und Transparenz gesetzt und die Öffentlichkeit bis an die Grenzen des rechtlich vertretbaren informiert. Außerdem haben wir die Polizei Köln als neutrale Behörde beauftragt, die Staatsanwaltschaft Duisburg zu unterstützen“, erklärte NRW-Innenminister Ralf Jäger heute (18.01.) in Düsseldorf, nachdem die Staatsanwaltschaft ihren aktuellen Ermittlungsstand zur Loveparade bekanntgegeben hatte.
„Die Verantwortlichen für diese Katastrophe müssen ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden“, erläuterte Jäger. „Aber Bestrafung allein greift zu kurz. Mindestens ebenso wichtig ist es, dass wir die richtigen Konsequenzen für zukünftige Großveranstaltungen aus der Loveparade ziehen.“ Der NRW-Innenminister verlangt eine deutlich höhere Verlässlichkeit, dass die Städte in Zukunft bei den Genehmigungen für Veranstaltungen keine Abstriche bei den Sicherheitskonzepten zulassen und sich die Veranstalter an die erteilten Auflagen halten. „Wir haben von Anfang an gesagt: Es ist unwahrscheinlich, dass ein Polizeieinsatz dieser Dimension fehlerfrei verläuft, wenn das Sicherheitskonzept des Veranstalters gleich zu Beginn zusammenbricht“, so Jäger, „deshalb dürfen Großveranstaltungen nur dann stattfinden, wenn die Polizei bereits zur Genehmigung ihr Einvernehmen erteilt.“ Falls die Kommune die Sicherheitsbedenken der Polizei nicht berücksichtigt, wird die Bezirksregierung eingeschaltet.
Mit der Benennung von Beschuldigten gehen die Ermittlungen in die konkrete Phase. Staatsanwaltschaft und Polizei werden jetzt die Beschuldigten zur den Vorgängen bei der Loveparade vernehmen. „Die Ermittler werden weiterhin mit größter Sorgfalt den vielen Spuren und Hinweisen nachgehen, die diesen komplexen Sachverhalt prägen“, erklärte Jäger. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Staatsanwaltschaft entscheiden, gegen wen sie Anklage erheben werden.

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6 thoughts on “Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt gegen namentlich Beschuldigte der Duisburger Loveparade-Katastrophe

  1. Antonia Colloni Di, 18 Jan 2011 at 21:56:28 -

    http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/3/0,1872,8194723,00.html

    Sauerland stellt seine „Rechtsposition“ dar, was auch immer das meint, was er vermutlich aber auch nicht weiß, da er auch diese „Rede“ bzw. Interviewbeantwortung mal wieder nicht selbst geschrieben haben wird. Seine Position rechts außen vielleicht?
    Seine Antworten klingen wie auswendigg gelernt, so kalt wie sie vorgetragen werden in Lehrermanier.
    Wenn Sauerland von zehn Leuten spricht, die ihm in der Öffentlichkeit auf die Schulter „schlagen“ während 5 andere pfeifen, dann meint er all jene CDU-Leute, die wollen, dass er bleibt und dazu gehört vor allem auch Rolf Milser und Spekulant Hellmich.
    Kamen daher seine Schulterschmerzen, die er kurierte in einer MSV-Schalschlaufe?
    Wenn er frontal21 gegenueber so „ccol“ ein Interview geben kann, dann meint er’s ziemlich Ernst. Der Grund kann nicht nur die LoPa sein – da geht’s um viel, viel mehr und auch nicht nur um Kueppersmuehle und Landesarchiv, sondern um Milser, Pelle und wie sie alle heißen!

  2. Sauerland hat ein großes Problem:

    Die Medien spielen bei seinen Lügengeschichten nicht mehr mit!

  3. Antonia Colloni Di, 18 Jan 2011 at 22:41:13 -

    Ach so, Herr Sauerland, Rücktrittsforderungen nur von bösen Linken, nicht von Menschen, die sich schämen von Ihnen repräsentiert zu werden?
    Sie meinen fälschlicher Weise, es handele sich um einen politischen Komplott gegen Sie, denn genau das ist es, was Ihnen aus Ihrer Reihe suggeriert wird.
    Nein, Herr Sauerland, darum geht es aber nicht. Es geht um keinen politischen Machterhalt. Es geht nicht um Politisches, es geht nicht nur um Versagen im Amt, es geht vor allem um menschliches Versagen. Denn das sind Sie doch als unser Oberbürgermeister, oder sind Sie das etwa nicht, ein Mensch, der Sie sein sollten?
    Ihre Schuld am Versagen der Love Parade war nicht das Fernbleiben in der heißen Phase, als Sie in Österreich weilten. Ihre Schuld besteht nicht im Unterschreiben von Genehmigungen, die letztendlich wohl so oder so andere hätten zeichnen müssen. Ihre Schuld liegt darin begründet, dass Sie nicht nur Ihre Mitarbeiter im Stich gelassen hatten (und dies bis heute tun), auch wenn Sie das Gegenteil beteuern. Ihre Schuld liegt auch darin begründet, dass Sie uns Bürger nicht zu schützen vermochten. Dass Sie uns bloß stellten vor einer internationalen Öffentlichkeit, sodass wir es Schande erlebten Duisburger/innen zu sein, was eh schon immer nicht leicht war. Dass Sie nicht nur den viel zu vielen Besuchern der Love Parade keine Sicherheit zu gewähren vermochten, sondern auch uns nicht. Warum wurden nicht 250.000 Gäste handverlesen ausgewählt, dann wäre vielleicht nichts passiert. Machen Sie sich bitte bewusst, wer alles von Ihnen DAS verlangte, wer alles sie zwang SO zu lügen! Sie wissen, wie stark Marketing ist und, seien Sie ehrlich, Sie wollen da raus, das sehe ich Ihnen an. Sie wollen nicht umarmt werden von Rolf Milser, Sie wollen nicht, dass er Ihnen vor laufender Kamera ins Ohr raunt, Sie wollen nicht mehr, dass Josef Krings Ihnen die Hand schüttelt und Sie streng dabei anschaut, denn Sie schämen sich und Sie fühlen sich schuldig, zutiefst. Lieber Herr Sauerland, besinnen Sie sich. Es geht in Duisburg schon lange nicht mehr um ein Politranking, es geht um Ehre, Würde, Ansehen, Aufrichtigkeit, Courage, Ehrlichkeit, um Mut, wie ihn nur echte Männer kennen. Duisburg duldet keine Duckmäuser, Herr Sauerland.

    • Colloni !!!!
      Vergiss den Greulich nicht bei der Angelegenheit. Ich hab mit dem vor 40 Jahren auf einem Dorfacker im ländlichen Sauerland, wo er geboren und aufgewachsen ist, Fussball gespielt. 150 Seelen, nix los, kein Kontakt zur Zivilisation. Wenn der dir in die Knochen getreten hat; das gleiche Grinsen wie auf dem Foto zur Sitzung im Rat. Nichts dazugelernt und keinen Anstand. Woher auch.

  4. Antonia Colloni Di, 18 Jan 2011 at 23:08:29 -

    …weiter in frontal21:
    Nein, das Verwaltungshandeln in Duisburg war NICHT korrekt. Zu sagen, es wäre korrekt gewesen stellt ein Versuch dar Ihre Mitarbeiter/innen nicht nur erneut unter Druck zu setzen, sondern regelrecht zu erpressen. Wir wissen längst Bescheid, Herr Sauerland, über diesen Ruf, der Ihnen vorauseilt. Sie scheuen sich nicht zu drohen, zu versetzen, zu mobben, zu integrieren, Angst und Druck zu streuen. Sie wissen, dass dies Gift ist, Herr Sauerland.

    Ach so sehen sie das, Herr Sauerland: die Gerichte ENTSCHEIDEN wer Schuld hat. Da wird also bislang nicht ermittelt (in Ihrem Falle stimmt das ja sogar auch), da wird entschieden. Nach Gutdünken oder nach Schwere, Herr Sauerland?

    So gesehen haben sie Recht: Dass, was die Verwaltung auf einem privaten Gelände zu verantworten hat, war korrekt – da NICHT zuständig. Anders aber sieht es aus mit dem Bereich, der dem Ordnungsamt und damit IHNEN unterlag, dem verdammten Todestunnel, der verdammten „Rampe“!

    Erzählen Sie uns nicht, es werde Stimmung gegen Sie gemacht -das glaubt Ihnen kein Mensch, darauf fällt keiner rein.

    Wo kommen eigentlich Ihre großen Pupillen her, nehmen Sie was ein?

    Thema Computer: Praktisch so ein Notebook, nicht? Den trägt man abendfs nach Hause und sichert die Dateien für den Fall, dass die Staatsanwaltschaft vielleicht doch mal eines Tages unangemeldet auftaucht.

    Nein, Herr Sauerland, Sie (Plural) waren nicht geschockt wie alle anderen. Dies ist eine weitere ungeheuerliche Anmaßung, die nur zeigt, dass Sie sich auch heute noch immer nicht menschlich zeigen, was nur bedeuten kann, dass Sie über keinerlei menschliche Regungen und somit auch nicht über Anstand, Vernunft und Gewissen verfügen.

    Papalapapp, auch Ihr Gewäsch davon, dass Sie (Plural) unter Schock gestanden hätten, womit Sie lediglich Herrn Krings zitieren, weil man und vielleicht auch Sie (Singular) das für günstig erachten.

    Am Schluss, Ihre Freud’schen Versprecher sind am besten, da am ehrlichsten:
    – Wenn man sieht, wie sich andere verhandeln in ähnlichen Situationen
    – Wir waren guten Willens aufkleben zu wolllen (was wohin – Ihre Hintern (Plural) auf den Stuhl?)