Tarifrunde Zeitungen – DJV fordert von Verlegern Klarheit

DJV-logo Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Vertreter des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) aufgefordert, in der morgigen dritten Tarifrunde für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen konstruktive Vorschläge für neue Tarifverträge zu unterbreiten. Es sei unverantwortlich, dass die Verleger die Journalistinnen und Journalisten in den Redaktionen weiterhin im Unklaren darüber ließen, wie sie sich faire und auf Dauer tragfähige Tarifverträge vorstellten, kritisierte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring: „Wir fordern klare Aussagen über den tarifpolitischen Kurs der Verleger.“
In der zweiten Tarifrunde am 26. Oktober hatten die Verleger die Forderung des DJV nach angemessenen Gehalts- und Honorarerhöhungen mit der Notwendigkeit beantwortet, einen neuen, deutlich abgesenkten Tarifvertrag für Berufseinsteiger einzuführen. Ohne konkret zu werden, solle der Einsteigertarifvertrag nach Meinung der Verleger niedrigere Gehälter, eine Absenkung bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie eine höhere Wochenarbeitszeit beinhalten. Für den heutigen Personalstamm an Redakteurinnen und Redakteuren erwarteten die Verleger als Laufzeit eines neuen Gehalts- und Manteltarifvertrags drei Jahre. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sollten abgesenkt werden, die Gehälter sollten in den ersten zwei Jahren durch Einmalzahlungen und im dritten Jahr durch eine prozentuale Anhebung steigen. Der DJV hatte deutlich gemacht, dass die Verlegerforderungen wirtschaftlich nicht begründet und in ihrem kategorischen Ansatz zur Abwertung des Berufs nicht verhandelbar seien.

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