Ver- und Entsorgung: Warnstreiks bei RWE vorbereitet – Gewerkschaften stellen Ultimatum

(ddp direct) Beim Energiekonzern RWE werden Warnstreiks vorbereitet. Die gemeinsame Tarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) fasste in Bergheim einen entsprechenden Beschluss. „Die Beschäftigten der RWE-Gesellschaften haben dem Konzern zehn Jahre in Folge Rekordgewinne eingefahren. Ihnen nach vier Verhandlungsrunden 2,8 Prozent für 13 Monate anzubieten, ist schlicht eine Frechheit“, sagte Verhandlungsführer Hans-Peter Lafos (ver.di).
Die Tarifkommission forderte den RWE-Vorstand ultimativ auf, „bis zum 25. November ein deutlich verbessertes Verhandlungsangebot“ vorzulegen. „Die 28.000 Kolleginnen und Kollegen erwarten eine angemessene Beteiligung an den hervorragenden Betriebsergebnissen des Konzerns durch entsprechende Lohnerhöhungen“, erklärte Lafos. In zahlreichen außerordentlichen Betriebsversammlungen in den letzten Tagen hätten die Beschäftigten mit Unverständnis und Empörung auf das Arbeitgeberangebot reagiert.
ver.di und die IG BCE fordern 6,5 Prozent Lohnerhöhung bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Zur Tarifgruppe RWE gehören die RWE AG, RWE Power AG, RWE Vertrieb AG, RWE RW Netz AG, RWE Supply & Trading, Amprion, Thyssengas, RWE IT, RWE Service und zahlreiche kleinere RWE-Gesellschaften.

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