Geistig verwirrte Person setzt Linienbus in Brand – 100.000 Euro Schaden

Siegburg – Am 15.11.2010 gegen 20:00 Uhr fuhr die Linie 501 auf den Busbahnhof am Siegburger Europaplatz und ließ dort ca. 20 bis 25 Fahrgäste einsteigen. Als letzte Person betrat ein 37-jähriger Troisdorfer den Omnibus. In der einer Hand hielt er eine Flasche mit einer unbekannten Flüssigkeit, die optisch einem "Molotow-Cocktail" ähnelte, in der anderen Hand ein Feuerzeug. Gerade eingestiegen forderte er die Fahrgäste auf, den Bus wieder zu verlassen. Hierbei drohte er mit dem Zünden des Brandsatzes. Die Fahrgäste zögerten nicht lange und stiegen alle aus. Anschließend befahl er dem Fahrer die Türen zu schließen. Im weiteren Verlauf vergoss er die Flüssigkeit im Bus und zündete den Brandbeschleuniger an. Dem 40-jährigen Fahrer gelang es währenddessen durch ein Seitenfenster neben der Führerkabine ins Freie zu flüchten. Hierbei stürzte er allerdings zu Boden und zog sich leichte Verletzungen (Schürfwunden) zu. Der Brandleger kletterte kurz darauf ebenfalls durch das gleiche Fenster aus dem Fahrzeug und stellte sich zu der versammelten Menschenmenge. Dort konnte er wenig später von den eingesetzten Polizeibeamten widerstandslos festgenommen werden. Der Tatverdächtige machte einen verwirrten Eindruck und wurde noch in der Nacht zum 16.11.2010 aufgrund seiner akuten psychischen Beeinträchtigung in die Rheinischen Landeskliniken Bonn zwangseingewiesen. Durch die Staatsanwaltschaft Bonn erging heute ein Antrag auf vorläufige Unterbringung wegen schwerer Brandstiftung und versuchten Mordes. Weitere Personen kamen nicht zu Schaden. Der Linienbus brannte komplett aus, den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 100.000 Euro.

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