NDR macht peinlichen Rückzieher, um Klage zu entgehen

Norddeutscher Rundfunk
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München (ots) – Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) muss Behauptungen aus einem Radio-Beitrag gegen die Firma Ecolog AG zurückziehen, um einer möglichen Millionenklage zu entgehen. Dies berichtet der Branchendienst Kontakter in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Der Sender hat seine Behauptungen, die in einem Radio-Beitrag gemacht und auch auf Tagesschau.de veröffentlicht wurden, zurückgezogen und sich beim Inhaber der Ecolog AG, Nazif Destani, entschuldigt, so der Kontakter. In einem Schreiben des NDR heißt es: „Soweit durch die vom Landgericht Hamburg untersagten Äußerungen der Verdacht illegaler Handlungen der Firma Ecolog oder Ihrer Familie erweckt worden ist, bedauert der Norddeutsche Rundfunk dies, auch im Namen der beteiligten Mitarbeiter und Redakteure. Die dem NDR seinerzeit vorliegenden Hinweise haben sich nicht bestätigt“. In dem Beitrag Anfang des Jahres hatte der Sender behauptet, die Firma Ecolog, ein Dienstleister für Streitkräfte in Krisengebieten, sei in Organisierte Kriminalität verstrickt. Außerdem äußerte der NDR den Verdacht, dass die Ecolog AG Aufträge der ISAF (International Security Assistance Force) in Afghanistan für illegale Handlungen missbraucht habe. In diesem Zusammenhang wurde auch „Drogenschmuggel“ genannt. Weiter berichtete der NDR über mögliche Hinweise auf „Organisierte Kriminalität“ durch die Familie des Ecolog-Gründers. Dafür kassierte der NDR bereits im Frühjahr eine Einstweilige Verfügung vom Landgericht Hamburg. „Die Vorwürfe sind sämtlich haltlos und ohne jede Substanz“, erklärte Thomas Wachowitz, Geschäftsführender Vorstand der Ecolog AG seinerzeit und kündigte an, man werde möglicherweise gegen den NDR Schadensersatzansprüche geltend machen. Dem NDR drohte eine Millionenklage. Darauf hat das Unternehmen laut Kontakter nun verzichtet; beide Parteien haben sich jetzt außergerichtlich geeinigt, wie NDR und Ecolog bestätigen.

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