Jusos: Für eine Integrationsdebatte ohne Rassismus

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Jusos und Grüne Jugend rufen dazu auf die Integrationsdebatte ohne rassistische Vorurteile zu führen. Diesen Aufruf haben bereits über 30 Personen unterzeichnet. Dazu erklärt der Juso-Bundesvorsitzende, Sascha Vogt:

„Ein Bundesbanker, einige PolitikerInnen und Boulevardmedien führen eine rassistische Debatte über „Integration“. An den tatsächlichen gesellschaftlichen Herausforderungen geht diese Art von Debatte auf dramatische Art und Weise vorbei. Die meisten DebattenteilnehmerInnen treten so auf, als gäbe es allseits akzeptierte Maßstäbe oder „Leitkulturen“ für „Integration“, die dann schlicht von den MigrantInnen zu beachten seien. Dies ignoriert völlig, wie viele unterschiedlichen Lebensstile, Milieus und Alltagskulturen in Deutschland vorhanden sind – bei Menschen mit oder ohne Migrationshintergrund.

Auch die auf diskriminierende Einzelfälle abzielende Scheindebatte um „Deutschfeindlichkeit“ geht an den tatsächlichen Problemen völlig vorbei. Angehörige der deutschen Mehrheitsgesellschaft sind keinem strukturellen Rassismus ausgesetzt – im Gegenteil sind es MigrantInnen, denen der Zugang zum Bildungssystem und dem Arbeitsmarkt strukturell erschwert wird.

Wir fordern eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen auf dem Arbeitsmarkt, im Bildungssystem und in der Politik herzustellen. Entsprechend sollte das Wahlrecht auch ohne den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit vergeben werden. Das wäre ein erster Schritt hin zu einem Miteinander, das auf Respekt und eine Willkommenskultur setzt.

Wir wollen weg von abstrakten Integrationsdebatten und hin zu der Debatte, wie wir alle in diesem Land gemeinsam die Gesellschaft emanzipatorisch, gleichberechtigt und solidarisch gestalten können!“

Den Aufruf hier herunterladen.

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