Sakine Mohammadi Aschtiani ist noch am Leben

Sakineh Mohammadi Ashtiani

Die zum Tod durch Steinigung verurteilte Iranerin Sakine Mohammadi Aschtiani ist noch am Leben. „Sie wurde heute nicht hingerichtet“, sagte die in Deutschland lebende Sprecherin des Komitees gegen die Steinigung, Mina Ahadi, unter Berufung auf  eigenen Quellen im Iran der Nachrichtenagentur AFP. Die Uhrzeit für Hinrichtungen sei für heute bereits verstrichen. „Aber die Gefahr bleibt. Es kann immer passieren“, ergänzte sie.

Das Oberste Gericht in Teheran hatte die Vollstreckung der Todesstrafe genehmigt. (xtranews berichtete).

Zuvor hatte Washington die Hinrichtung auf das Schärfste verurteilt. Der Fall belege die „fundamentale Missachtung der Menschenrechte und besonders der Frauenrechte durch die iranische Regierung“, sagte der Sprecher des US-Präsidenten Gibbs am Dienstag.  „Wir fordern die iranische Regierung auf, die Hinrichtung auszusetzen und Frau Aschtiani gerecht zu behandeln, so wie sie es verdient hat“, wird Gibbs weiter zitiert.

Nach wochenlanger internationaler Empörung hatte das iranische Regime die ursprünglich geplante  Steinigung im September gestoppt und erklärt, das Urteil werde überprüft. In iranischen Medien hiess es damals bereits, der Mutter zweier Kinder könnte statt der Steinigung der Tod durch Erhängen drohen. Allerdings berichten andere Medien, wie beispielsweise die Augsburger Allgemeine, das Frau Aschtiani weiterhin die barabarische Steinigung drohen soll.

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