Loveparade: Haben Sie mal 500.000€

Wie man heute der Presse entnehmen kann, stellt die Stadt Duisburg dem Hilfsfond der AXA-Versicherung eine halbe Million Euro für die Soforthilfe zur Verfügung.

Natürlich wirft auch das die Frage auf, wo die Stadt Duisburg so viel Geld her hat. Und ein Mitarbeiter des Rathauses, der aus offensichtlichen Gründen nicht genannt werden möchte, konnte es uns erklären:

Selbst wenn Duisburg gar keinen Handlungsspielraum hätte, müssten im Zweifelsfall Schadensersatzansprüche beglichen werden.  Hierzu muss dann ggf. auch eine Kreditaufnahme in Betracht gezogen werden.

Allerdings hat die Stadt Duisburg ein Jahresbudget von nur unwesentlich weniger als 2 Millarden Euro und ein Teil dieses Budgets wird über kurzfristige Kassenkredite bedient.

Für diese wird in der Haushahltsplanung ein durchschnittlicher Zinssatz angesetzt. In 2010 ist der reale zu zahlende Zinssatz jedoch extrem niedrig, so dass hier eine „Einsparung“ realisiert werden konnte – die unter anderem die 500.000€ für den Hilfsfond ermöglicht.

Natürlich wäre es schön,  wenn besonders im Moment solche Informationen vom Rathaus einfach kommuniziert würden. Wird nämlich die Frage nach dem „woher“ des Geldes nicht beantwortet, ist das nur ein weiterer Spritzer Öl in das Feuer des Unverständnis, mit dem die Duisburger Bürgerinnen und Bürger mittlerweile auf das Rathaus blicken.

Hinweis: Die Angaben über die Zinseinsparungen können von hier nicht verifiziert werden. Unsere Quelle gilt jedoch als zuverlässig. Da wohl, so eine weitere Aussage, auch die anderen Fraktionen neben der CDU sich dem Vorschlag einer solchen Verwendung eingesparter Zinsgelder angeschlossen haben, nehmen wir davon aus, dass es so ist.

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