Love-Parade-Manager räumt Fehler ein

loveparade-tunnel-2-25 Erstmals hat ein Verantwortlicher des Duisburger Love-Parade-Desasters mit 21 Todesopfern öffentlich Fehler eingeräumt, so der Spiegel in einer Vorabmeldung für sein am Montag erscheinendes Magazin. "Ich hätte dringlicher auf die Probleme hinweisen müssen" sagte der Psychologe Carsten Walter in einem Interview mit dem SPIEGEL. Der Crowd-Manager, der die Besucherströme auf dem Veranstaltungsgelände regulieren sollte, sagte, schon Stunden bevor die Opfer von den Menschenmassen erdrückt worden seien, habe er das Gefühl gehabt, dass bei der Veranstaltung etwas schieflaufe. Er habe aber nicht die Entscheidungskompetenz gehabt, das Gelände abzuriegeln. Walter erhob zugleich schwere Vorwürfe gegen die Polizei. So hätten er und ein Beamter "geschätzte 45 Minuten" benötigt, die Polizeiführung zu erreichen. Das Problem sei gewesen, dass der Polizist "definitiv" kein Funkgerät gehabt habe und das Handynetz überlastet gewesen sei. Damit widersprach er der Darstellung der Polizei im Düsseldorfer Landtag. Der Psychologe berichtete auch davon, wie er im Gedränge selber Todesangst erlebte.

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