Ruhr2010: Hoffnungsbaum in Duisburg-Hochfeld

Es ist eines der kleinere Projekte im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR2010: Die japanische Künstlerin Sashiko Stegmüller aus Kyoto verwandelt einen Baum in Hochfeld auf der Sankt-Johann-Straße in einen Hoffnungsbaum.

Die Menschen aus dem Viertel beantworteten die Frage der Künstlerin: „Warum möchtest du, abgesehen von Pflichten, aus dem Haus gehen?“. Diese Antworten haben die Menschen auf bunten Zetteln aus speziellem Japanpapier notiert, die jeweils in 4er-Ketten aneinander befestigt sind. Die daraus entstehenden „Blätterketten“ wurden heute an dem Hoffnungsbaum  angebracht. Es haben sich über 100 Menschen an dem Projekt beteiligt und ihre Antworten aufgeschrieben. Sogar noch während des Befestigens der Zettel wurde ein Wunsch von einem Anwohner notiert.

„Es ist ein japanischer Brauch seine Wünsche in die Bäume zu hängen, denn dann könnten sie sich erfüllen“, sagt die zierliche Künstlerin, die momentan in der Saarbrücker Straße am Projekt „2-3 Straßen“ der Kulturhauptstadt teilnimmt. Sie studierte Kunst in Japan und zusammen mit ihrem Ehemann ist sie einige Monate nach ihrer Ankunft in Deutschland für das Projekt der Kulturhaupstadt ausgesucht worden. Die zahlreichen Aktivitäten in Hochfeld ließen ihr bisher kaum Zeit für das Besuchen anderer RUHR2010-Projekte, das Folkwang-Museum in Essen hat sie allerdings schon besucht.

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