Elke Ferner: Frauenquote in Führungsetagen ist Meilenstein

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Zu der Entscheidung der Justizministerkonferenz, eine Quotenregelung für mehr Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen zu prüfen, erklärt die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), Elke Ferner, MdB:

„Die Zeit der Freiwilligkeit ist endgültig vorbei. Die Justizministerinnen und Justizminister der Länder haben sich gestern für eine gesetzliche Quote für mehr Frauen in Führungspositionen börsennotierter Unternehmen ausgesprochen.

Ich begrüße diese Ankündigung ausdrücklich. Diese Entscheidung ist ein Meilenstein für die Erhöhung des Frauenanteils in den Führungsetagen.

Während Frau Leutheusser-Schnarrenberger und ihre Kollegin Kristina Schröder immer noch hadern und auf Selbstregulierung setzen, werden die Justizminister der Länder die Voraussetzungen für ein Gesetz prüfen und auf der Justizministerkonferenz im Frühjahr 2011 vorstellen.

Sie haben begriffen, dass Vielfalt in Führungspositionen und mehr Frauen an der Spitze für ein internationales Unternehmen selbstverständlich sein müssen und die Wertschöpfung des Unternehmens verbessern. Für die Bundesregierung ist es ein Armutszeugnis, dass es die Länder sind, die das Heft des Handelns in die Hand nehmen.“

One thought on “Elke Ferner: Frauenquote in Führungsetagen ist Meilenstein

  1. Dass Frauen derzeit (von Männern) am Aufstieg gehindert werden ist eine Unterstellung auf Basis eines grundsätzlich negativen Männerbildes. Und da dieses Märchen von der feministischen Propaganda erfolgreich als Tatsache etabliert wurde, können Frauen sich bei jedem beruflichen Mißerfolg darauf berufen. Die bösen Männer sind immer Schuld.
    Was für ein Wahn! Glauben Sie wirklich, wir Männer hätten uns verschworen, um euch Frauen den Aufstieg zu verwehren. So ein Quatsch. Es gibt überhaupt keinen individuellen oder kollektiven Anreiz für einen Mann, so frauenfeindlich zu handeln.

    Die Erklärung für die geringen Frauenanteile in Managementpositionen ist ein wenig komplexer, als sich die Ideologen das vorstellen. Frauen, das belegen zahlreiche Studien, neigen in geringerem Maße zum Wettstreit. Natürlich nicht jede einzelne, aber im Schnitt. Das ist kein Vorurteil, sondern vielfach belegt, zuletzt durch das IZA (http://www.brainlogs.de/blogs/…..ben-werden). Ob das nun allein an Genetik oder kultureller Prägung liegt, ist eine andere Frage.

    Zum Thema Frauenquote im Speziellen und Geschlechterverhältnissen und Geschlechterforschung im Allgemeinen empfehle ich mein Blog “Geschlechtsverwirrung” http://www.brainlogs.de/blogs/blog/geschlechtsverwirrung

    Im aktuellen Beitrag stelle ich die erwähnte IZA-Studie vor, die die geringere Neigung von Mädchen und Frauen zum Wettbewerb zeigt. Die geringere Präsenz von Frauen in Führungspositionen ist also wohl nicht, wie landläufig immer behauptet wird, eine Folge von Diskriminierung, sondern hat sehr viel tiefere Gründe.
    http://www.brainlogs.de/blogs/blog/geschlechtsverwirrung/2010-06-28/iza-studie-m-dchen-vermeiden-wettbewerb.-aber-das-soll-ihnen-ausgetrieben-werden