Bildungsministerin Schavan für einheitliche Bildungssysteme

DSC_0074 Berlin – (ots) – Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) fordert nach dem gescheiterten Bildungsgipfel eine stärkere Vereinheitlichung der deutschen Bildungssysteme. Das Bildungschaos dürfe so nicht weiter gehen, sagte Schavan in der SWR-Talkshow "2+Leif" am Montagabend. "Wir leben in einer globalen Welt. Da darf Föderalismus nicht verwechselt werden mit Kleinstaaterei. Das sage ich als überzeugte Föderalistin", so Schavan weiter. "Wir brauchen einen selbstbewussten Föderalismus, aber keinen kleinkarierten." Die CDU-Politikerin plädierte für nationale Bildungsstandards: " Der Föderalismus ist so lange stark, wie er Mobilität nicht erschwert, wie er Vergleichbarkeit herstellt und wie er auch bereit ist, dass wirklich auch16 Länder zusammen arbeiten können."

Thüringens Kultusminister Christoph Matschie (SPD) forderte, weitere Bildungskompetenzen an den Bund zu verlagern: "Die Rahmenkompetenzen für die Bildungsstandards sollte der Bund haben", so Matschie im SWR. Das gelte besonders für Abschlüsse und Universitätszulassungen. "Wir brauchen in bestimmten Fragen mehr Einheitlichkeit in der Bildungspolitik", sagte der SPD-Politiker. Die Verständigung unter 16 Bundesländern sei ein "ungeheuer komplizierter, langwieriger Prozess."

Bundesbildungsministerin Schavan verlangte zudem von den Regierungspartnern nach dem koalitionsinternen Streit der letzten Tage mehr Geschlossenheit: "Wir helfen uns einander am besten, indem wir unsere Arbeit vernünftig machen und aufhören mit wechselseitigen Beschimpfungen und aufhören uns schlechter darzustellen als wir sind."

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