Piusbrüder wollen Homosexuelle vom Priesterberuf ausschließen

 

Die erzkonservative Piusbruderschaft nutzt, wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" vorab meldet, die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche, um ihre ablehnende Haltung zur Homosexualität zu untermauern. Die Betroffenen seien "nahezu ausschließlich Jungen im geschlechtsreifen Alter" gewesen, befindet der Generalobere der Bruderschaft, Bischof Bernard Fellay. Das zeige deutlich, dass nicht der vieldiskutierte Zölibat das Problem der Kirche sei, sondern die Homosexualität. "Will man Missbrauch verhindern, muss man Homosexuelle vom Priestertum fernhalten", fordert Fellay. Die umstrittene Bruderschaft, die durch den Holocaust-Leugner Richard Williamson weltweit für Schlagzeilen sorgte und derzeit mit dem Vatikan über die vollständige Anerkennung verhandelt, di stanziert sich zudem mit scharfen Worten vom Münchner Kirchentag. Dieser sei eine "Anti- Ratzinger-Veranstaltung" gewesen und zeige, dass das "geistige Fundament der deutschen Amtskirche" nicht mehr trage. "Sich dem Mainstream anzubiedern mag kurzfristig Applaus bringen", so Fellay, zerstöre aber die Botschaft des Evangeliums.

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