Hellmich geht; die Schulden und die MSV-Arena bleiben

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Duisburg – In Duisburg findet heute Abend die große Gesellschafter-Versammlung des MSV statt, dem u.a. zum Beispiel die Sparkasse, die Rheinfelsquelle und die Hellmich-Baugesellschaft angehören. Übereinstimmende Presseberichte gehen davon aus, dass Walter Hellmich dort seinen bereits auf der MSV-Jahreshauptversammlung angekündigten Rücktritt vollziehen wird, um dem angeschlagenen Fußballverein einen kompletten Neuanfang zu ermöglichen.

Die NRZ berichtet, schon am vergangenen Montag habe es ein Treffen der Gesellschafter gegeben. Die Sitzung sei sehr turbulent verlaufen und habe vorzeitig geendet. Heute unternähmen alle Beteiligten einen neuen Versuch.
Die Bildzeitung „erwartet, dass Hellmich sein Amt zur Verfügung stellt“. Es sei „Fakt“, dass „ohne Mithilfe der Gesellschafter und der Stadt“ die „Zebras“ keine Chance hätten, die Bedingungen für eine neue Lizenz zu erfüllen.

Sollte also Hellmich heute, wie die Bildzeitung sich auszudrücken pflegt, die „Hosen runter lassen“, seine Zahlen präsentieren und zurücktreten, könne die Rettung des MSV noch gelingen.
Im Verein selbst gebe man sich seit Wochen optimistisch, meint die NRZ, dass der MSV die Lizenzierungs-Bedingungen der DFL erfüllen werde. „Allerdings schauen die Verantwortlichen aus Frankfurt nicht nur auf die Zahlen, die den Gesellschaftern übrigens noch immer nicht detailliert vorliegen sollen, sondern auch auf die Entwicklung an der Spitze des Vereins.“

Da jedoch auch die Zahlen stimmen müssen, oder: in der Deutlichkeit der Bildzeitung: auch die Stadt Duisburg mithelfen muss, die bekanntlich unter Finanzaufsicht steht, darf man auf die Entscheidungen der nächsten Wochen gespannt sein. Wie auch immer: am Ende der Ära Hellmich darf man feststellen, dass Duisburg ein sehr schönes Stadion hat – gebaut von der Unternehmensgruppe Hellmich.

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