Joachim Löw: "Alles ist möglich"

Hamburg (ots) – Joachim Löw schließt nicht aus, dass die WM in Südafrika sein letzter Auftritt als Fußball-Bundestrainer sein wird. "Alles ist möglich. Ich müsste ein Grundvertrauen spüren für meine Arbeit. Wenn so eine Grundunterstützung nicht da ist, wird es schwierig", sagt Löw in der neuen, wegen des Feiertags bereits am Mittwoch erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins stern. Trotz aller Unsicherheit über seine Zukunft gibt sich Löw gelassen. "Ich habe als Trainer gelernt, dass immer wieder eine Tür aufgeht. Ich gehe losgelöst von jedem Druck in das Turnier." Er möchte "vielleicht gar nicht mehr so viele Privilegien genießen". Die Vertragsverhandlungen zwischen dem Nationalcoach und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) waren im Februar überraschend geplatzt und auf die Zeit nach der WM (11. Juni bis 11. Juli) vertagt worden. Das Verhältnis zwischen Löw und DFB-Präsident Theo Zwanziger gilt seitdem als deutlich abgekühlt. Vertrauliche Details aus den Gesprächen waren damals in die Öffentlichkeit gelangt. "Indiskretionen kränken mich und haben mich gekränkt", sagt der Trainer rückblickend im stern. Seitdem Löw in der vergangenen Woche sein vorläufiges WM-Aufgebot bestellt hat, diskutiert Deutschland über den 27-Mann-Kader, aus dem bis zum 1. Juni noch vier Spieler gestrichen werden müssen. Eine gewisse Grundskepsis vor Turnieren ist dem Bundestrainer bekannt. Es gab sie auch vor den erfolgreichen Weltmeisterschaften 2002 und 2006. Löw spricht von "Stimmungsdellen", gibt sich im stern aber zuversichtlich: "Die Euphorie kann man nicht über Jahre aufrechterhalten." Seine Anspannung sei nicht größer als vor der Europameisterschaft 2008, die für Deutschland erst im Finale endete.

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