Linkspartei: Wagenknecht für Vergesellschaftung der Dax-Konzerne

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Halle (ots) – Die Linkspartei will die Dax-Konzerne vergesellschaften. Diese Unternehmen seien „so groß und haben so viel wirtschaftliche Macht, dass sie die Politik erpressen können“, sagte die wirtschaftspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Samstagsausgabe). Diese Unternehmen hätten in den letzten Jahren massiv Steuer- und Lohndumping erzwungen mit der Drohung, wenn die Politik nicht macht, was wir wollen, dann verlagern wir unsere Produktion und vernichten Arbeitsplätze. Diese Konzerne hätten auch immer mehr Dividenden ausgeschüttet, teilweise aus der Substanz. „Das ist eine fatale Entwicklung“, sagte Wagenknecht, die auf dem Bundesparteitag Der Linken in der kommenden Woche als Parteivize kandidiert.

Vergesellschaftung sei aber nicht gleichbedeutend mit Verstaatlichung, betonte die Linke-Politikerin. „Es geht um öffentliche Anteile und mehr Anteile für die Belegschaften. Wir wollen nicht enteignen, sondern Enteignung zurücknehmen. Den Reichtum erarbeiten nicht Manager und Shareholder, sondern die Beschäftigten. Denen wollen wir die Ergebnisse ihrer Arbeit zurückgeben.“ Die Linke wolle durchsetzen, was im Grundgesetz steht, dass Eigentum dem Wohle der Allgemeinheit dienen soll. „Das ist bei den Dax-Konzernen und den Großbanken nicht der Fall“, sagte Wagenknecht.

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