Union: Islamrat kann auf Verbände verzichten

Köln (ots) – Köln. Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl, sieht im Verzicht einzelner Verbände auf die Teilnahme an der Islamkonferenz kein Problem. "Wenn sich der eine oder andere aus dem Bereich des Islam jetzt ziert und nicht zurecht kommt mit der neuen Zusammenstellung der Islamkonferenz, dann soll er eben weg bleiben", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag-Ausgabe). "Die Verbände, die aussteigen wollen, die sollen aussteigen." Wen Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) einberufe, sei seine "ureigene Entscheidung", so Uhl. "Dass er Milli Görüs nicht dazu genommen hat, ist in unserem Sinne, weil es uns schon immer nicht ganz geheuer war, eine Gruppierung, die wegen Extremismus überwacht wird, zu einer staatlichen Konferenz einzuladen." Der SPD-Innenexperte Sebastian Edathy stützte de Maizières Entscheidung, den Islamrat vorläufig außen vor zu lassen, ebenfalls. Er erklärte dem "Kölner Stadt-Anzeiger": "Ich halte die Haltung des Ministers für richtig und hoffe, dass sich die Islamverbände nicht aus der Veranstaltung verabschieden."

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