Wiesehügel:"Bundesregierung gefährdet Klimaschutzziele und Tausende Arbeitsplätze"

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Berlin (ots) – Die von Finanzminister Wolfgang Schäuble geplante Kürzung der Fördermittel für die Wärmedämmung von Gebäuden stößt auf Protest. Mit einer Kampagne im Internet unter dem Motto "Kein Rotstift beim Klimaschutz!" will ein breites Bündnis die Bundesregierung von den Kürzungen abbringen. Die Aktion des Kampagnen-Netzwerks Campact wird unter anderem von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) unterstützt. Innerhalb von zwei Tagen schrieben bereits 15.000 Bürger rund 60.000 Emails an Bundesbauminister Ramsauer, Bundesfinanzminister Schäuble und die Haushaltspolitiker Bartholomäus Kalb (CDU) und Claudia Winterstein (FDP). Die Aktion findet sich im Internet unter: http://bit.ly/waerme

In den Protest-Emails wird die Koalition aufgefordert, in diesem Jahr mindestens genauso viel Geld für die energetische Gebäudesanierung zur Verfügung zu stellen wie im letzten Jahr. Die Bundesregierung will die Mittel für das Gebäudesanierungsprogramm der KfW gegenüber 2009 halbieren, von 2,2 Milliarden Euro auf 1,1 Milliarden Euro. Am kommenden Mittwoch wird der Haushaltsausschuss des Bundestages darüber entscheiden.

"Die energetische Gebäudesanierung leistet nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes und damit zur Erreichung der klimapolitischen Ziele der Bundesregierung. Sie ist auch ein Jobmotor: Jede in die energetische Gebäudesanierung investierte Milliarde sichert bzw. schafft 18 000 – 21 000 Arbeitsplätze. Eine Kürzung hätte daher fatale Folgen", sagt Klaus Wiesehügel, Vorsitzender der IG BAU.

"Wärmedämmung von Gebäuden ist effektiver Klimaschutz", erklärte Ferdinand Dürr, Klima-Experte von Campact. "Die Bundesregierung macht sich gerade nach dem gescheiterten Klimagipfel von Kopenhagen völlig unglaubwürdig, wenn sie das erfolgreiche Sanierungsprogramm abwürgt."

Die Online-Kampagne "Kein Rotstift beim Klimaschutz" wird darüber hinaus von Germanwatch, der Klima-Allianz und dem Online-Portal "Wir Klimaretter" unterstützt.

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