Lauterbach kündigt SPD-Reformkonzept zur Gesundheitspolitik an – Bei Zusatzbeiträgen Kasse wechseln

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Saarbrücken (ots) – Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD, Karl Lauterbach, hat ein Alternativkonzept seiner Partei zur Gesundheitspolitik der Bundesregierung angekündigt. "Die SPD wird in den kommenden Monaten ein eigenes Reformkonzept mit drei Kernelementen vorlegen", sagte er der "Saarbrücker Zeitung" (Montag-Ausgabe).

Zum einen müsse man zur jeweils hälftigen Beitragsfinanzierung   von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zurückkehren, erklärte Lauterbach. "Die Arbeitgeber müssen an der Finanzierung der künftigen Lasten des Gesundheitssystems mit beteiligt werden. Denn nur so entsteht auch ein Druck zum Sparen und effektiven Wirtschaften". Zweitens wolle die SPD die Zusatzbeiträge abschaffen, weil  Einkommensschwache sonst besonders belastet würden. Und drittens brauche man ein Gesundheitssystem für alle, in das sowohl gesetzlich als auch privat Versicherte einzahlten. "Sämtliche Kassen können dann wieder ihren Beitragsatz selbst bestimmen. Das würde endlich wieder für mehr Wettbewerb im System sorgen", meinte Lauterbach.

An diesem Montag wollen mehrere gesetzliche Krankenkassen für ihre Versicherten Zusatzbeiträge ankündigen. Er empfehle den Versicherten deshalb einen Kassenwechsel, sagte der SPD-Politiker.  "Allerdings wird für viele Versicherte nach einiger Zeit die Enttäuschung kommen, weil die Kasse, zu der man abgewandert ist, ebenfalls Zusatzbeiträge erheben muss", prophezeite Lauterbach.

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