Gelegentlich dumme Ideen im Kopf

Abdulmutallab Nennen wir ihn einfach Herrn Abdulmutallab. Es ist klar, wer gemeint ist, nämlich der 23-jährige Attentäter, der am Freitag versucht hat, eine Maschine der US-Fluggesellschaft Delta mit fast 300 Menschen an Bord kurz vor der Landung in Detroit zum Absturz zu bringen.

Nicht gemeint ist der Vater des Propheten Mohammed, der aus dem Koran bekannte Hüter der Kaaba und Monotheist, da er zu den Hanifen zählte. Und auch nicht dessen Vater, der zufälligerweise oder absichtlich denselben Namen trug.

Ich meine mit Herrn Abdulmutallab den Abdul Faruk Abdulmutallab bzw. Umar Faruk Abdulmutallab bzw. Umaru Farouk Abdul Mutallab. Nennen wir ihn also einfach Herrn Abdulmutallab. Es ist klar, wer gemeint ist, nämlich der 23-jährige Attentäter, der aus Nigeria stammt.

Dessen Vater heißt – hier wohl eindeutiger – Umaru Mutallab. Die „Welt“ schreibt:

„Umaru Mutallab war über die zunehmende Radikalität seines Sohnes offenbar so besorgt, dass er im Sommer die US-Botschaft in Ajuba und nigerianische Sicherheitsvertreter warnte. Das berichtete die nigerianische Zeitung „This Day“ unter Berufung auf Angehörige. Umso erstaunter sei Umaru Mutallab gewesen, dass sein Sohn Umar Faruk ein US-Visum erhalten habe.“

Ein Yuppie-Islamist, afrikanisches Pendant zu verzogenen arabischen Prinzen, urteilt die taz:

Der 23-jährige Attentäter Umaru Farouk Abdul Mutallab lebte in einer Londoner Edelwohnung, war zuvor angeblich in Jemen, kaufte sein US-Flugticket kurz vor Weihnachten in Ghana und bezahlte bar. Er soll sich schon als Schüler, wie die nigerianische Zeitung This Day berichtet, für die Taliban und für fundamentalistisches Gedankengut begeistert haben. Sein Vater sagte am Samstag, er habe die US-Behörden persönlich vor seinem "seltsamen" Sohn gewarnt und wundere sich, wieso er auf keiner Terrorliste stand. So wundern kann sich nur jemand, dessen Wort üblicherweise Gesetz ist.

Ein "Musterschüler mit dummen Ideen" sei Abdulmutallab gewesen, wird ein Lehrer von damals zitiert, z.B. im Kölner Stadtanzeiger:

Der junge Mann wohnte im Haus seines wohlhabenden Vaters, eines ehemaliger Ministers und Bankenchefs in Nigeria. Dort diobestätigte Alhaji Umaru Mutallab die Identität seines Sohnes. Ein Cousin des 23-Jährigen sagte dem "Sunday Telegraph", die Familie habe befürchtet, dass Abdulmutallabs Glaube in Großbritannien "radikalisiert" wurde. Ein früherer Lehrer bezeichnete den jungen Mann im BBC-Radio als "Musterschüler", der sich "gelegentlich dumme Ideen in den Kopf setzte".

Recht hat er, der Herr Lehrer, das war wirklich eine dumme Idee. Aber gewusst hatte er es, der Herr Lehrer, dass Herr Abdulmutallab gelegentlich dumme Ideen im Kopf hatte. Der Cousin wusste es ja auch. Irgendwie wussten es alle. Sogar der Papa.

Ich bin sicher, das hat der Faruk Abdulmutallab dem Umaru Mutallab höchstselbst erzählt. Das muss wohl so ähnlich gelaufen sein wie in dem Song „The Man Who Would Be King“, den Dio auf seiner CD Master of the Moon 2004 veröffentlicht hatte. Vielleicht nicht unbedingt auf Englisch wie der Text unten, obwohl Englisch, wie Sie wissen, in Nigeria Amtssprache ist.

 

The Man Who Would Be King

Bless me father I must go away

To save us from the one’s who don’t believe

Confess me father I have sin but maybe

Angels really sing

For the man who would be king

We laugh at your religion

You people of the sand

We have no superstition

You can read it in our hands

Forgive me father for the change we bring

But it’s all for the man who would be king

Don’t leave a body standing

Not the holy not the small

Deliver us from evil

If it’s yours we want it all

Lately father I’ve been wondering

Is the devil just the man who would be king

How can right be ever wrong

We are glory we are stronger than you

We never got an answer

But it’s just too late to ask

The bloody flag was waving

And our hearts just ran too fast

Curse me father for the chains we bring

And don’t believe the man who would be king

We never got an answer

Cause the question slipped my mind

I’ve been so busy killing

That I haven’t found the right time

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