FDP auf Distanz zu Videoüberwachung in Zügen

Düsseldorf (ots) – Gewalt in Zügen lässt sich nach Ansicht der FDP nicht allein durch eine ausgeweitete Video-Überwachung bekämpfen, wie es die Konferenz der Innenminister am heutigen Donnerstag in Bremen beschließen will. "Videokameras steigen nicht von der Wand, um Gewalt zu verhindern, wie der schreckliche Fall in der Münchner U-Bahn gezeigt hat", sagte FDP-Fraktionsvize Gisela Piltz der Rheinischen Post (Donnerstag-Ausgabe). Polizisten müssen vor Ort sein und schnell deeskalierend eingreifen können. Die FDP-Innenexpertin wandte sich zudem gegen das von den Innenministern geplante Alkoholverbot in Zügen. Damit sei nicht effektiv zu verhindern, dass alkoholisierte Passagiere Gewalt und Vandalismus begingen. Eine Kontrolle sei nahezu unmöglich, da Getränke selbstverständlich aus mitgebrachten Flaschen konsumiert werden könnten. Ein Alkoholverbot sei "Augenwischerei" und treffe im Zweifel dijenigen, "die völlig verantwortungsvoll ihre Reise mit einem Gläschen Sekt versüßen", gab Piltz zu bedenken. "Sicherheit in Zügen gewährleistet man nicht durch Verbote und Kameras, sondern nur durch ein Gesamtkonzept zur Gewaltprävention und eine bessere personelle Ausstattung der Polizeibehörden", unterstrich die FDP-Politikerin.

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