Global Unions werfen DHL Druckmaßnahmen gegen die Beschäftigten vor

:de:Frank Appel

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Nyon, Schweiz (ots) – Diese Woche fordern Gewerkschaften in der ganzen Welt den deutschen Post- und Logistikkonzern DHL auf, seine Druckmaßnahmen gegen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unverzüglich einzustellen.

In Dutzenden von Fällen in über 20 Ländern hat DHL Beschäftigte aufgrund gewerkschaftlicher Betätigung entlassen, belästigt und eingeschüchtert. Die Angriffe auf die Rechte der Arbeitnehmer und der Gewerkschaften begannen längst vor dem Ausbruch der Finanzkrise, doch dient dem DHL-Management die Krise nun als Vorwand für ein drastisches Sparprogramm und die Schikanierung des Personals.

In Deutschland werden die Angestellten im neuen DHL Hub Leipzig so schlecht bezahlt, dass sie Anrecht auf staatliche Beihilfe haben. In Südafrika hat DHL drei Gerichtsprozesse wegen unrechtmäßiger Entlassung von Gewerkschaftsvertretern verloren.

Diese Wochen werden DHL-Angestellte und ihre Gewerkschaften dem Konzern Paroli bieten und mit einer Kampagne die Achtung ihrer Rechte verlangen. Diese globale Kampagne unter dem Motto: „Setzt euer Personal nicht unter Druck“ wurde von UNI Global Union und der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF) organisiert.

Die Gewerkschaften bitten die Öffentlichkeit, die Adresse http://www.respect4workers.org anzuklicken und Botschaften an den DHL-CEO Frank Appel zu senden und ihn zur Achtung der Arbeitnehmerrechte aufzufordern.

„Wir verlangen vom Konzern, seine eigene Devise: ‚Respekt und Resultate‘ einzuhalten“, erklärte UNI-Generalsekretär Philip Jennings. „Wenn das Unternehmen seine Mitarbeiter respektiert, kann er weit bessere Resultate erwarten als bei einer Teilnahme am globalen Wettlauf nach unten mit dem Abbau von Standards in Bezug auf Löhne, Bedingungen und Gewerkschaftsrechte.“






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