WAZ: IG Metall knüpft mögliche Staatshilfen für Opel an Bedingungen

Adam Opel GmbH
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Essen (ots) – Die IG Metall verlangt vor möglichen deutschen Staatshilfen für den angeschlagenen Autobauer Opel klare Zusagen des US-Mutterkonzerns General Motors (GM). „Staatliche Hilfen müssen an den Erhalt der Standorte, den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen und eine klare Perspektive für die Werke gekoppelt werden“, sagte IG Metall-Vizechef Detlef Wetzel der Essener WAZ-Gruppe (Freitagausgabe). „Eine Sanierung durch GM kann nicht gegen den Willen der Belegschaften und der IG Metall stattfinden“, fügte Wetzel hinzu. Auch der Bochumer SPD-Bundestagsabgeordnete Axel Schäfer, Chef der NRW-Landesgruppe im Parlament, verlangte: „Es darf keine Bürgschaft oder Staatshilfe ohne Standortsicherung geben.“   Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen zeigte sich skeptisch, was die Zukunft von Opel

im GM-Konzern angeht. „So weiterzumachen wie bisher, bedeutet für Opel ein Sterben auf Raten“, sagte Dudenhöffer der WAZ. Ohne Staatshilfe werde GM „knallhart Werke schließen“. Doch auch mögliche deutsche Steuergelder seien bei GM „schlecht angelegt“, sagte Dudenhöffer. Experten warnen bei einer ungewissen Zukunft von Opel vor negativen Auswirkungen für deutsche Automobilzulieferer. „Es hängen einige tausend Arbeitsplätze auch bei Zulieferern am Opel-Standort Bochum. Auch um diese Jobs geht es“, sagte Lothar Schneider vom Auto-Cluster NRW, einer Initiative der Landesregierung. Schneider warnte vor weiteren Insolvenzen bei Zulieferbetrieben.

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