Mann verstirbt nach Wiederbelebung in einer Polizeizelle

Krefeld – Am vergangenen Samstag (12.09.2009) wurde der Polizei gegen 18:10 Uhr eine „hilflose Person“ auf der Straße „Lehmheide“ gemeldet. Die zum Einsatzort entsandte Streifenwagen-Besatzung traf einen offensichtlich stark alkoholisierten 50-jährigen Krefelder an und veranlasste dessen Einweisung zur Ausnüchterung in das Polizeigewahrsam. Der Krefelder wurde gegen 18:40 Uhr dem Polizeigewahrsam zugeführt. Um den Alkoholisierungsgrad des augenscheinlich Angetrunkenen festzustellen, baten die Beamten diesen um einen Alco-Atemtest. Dieser wurde verweigert. Ein zur Wache bestellter Arzt untersuchte daraufhin den Krefelder und bescheinigte die „Haftfähigkeit“ des Mannes. Bei einer Kontrolle gegen 19:35 Uhr wurde der Krefelder auf dem Rücken liegend und ruhig atmend angetroffen. Bei einer erneuten Kontrolle

gegen 19:50 Uhr fand der Gewahrsamsbeamte den Mann am Boden an die Wand gelehnt vor. Als der Beamte sich vom Zustand des Eingewiesenen überzeugen wollte, stellte er keine Vitalfunktionen (Atmung, Puls) fest. Es wurden eine Herz-Lungen-Wiederbelebung eingeleitet und gleichzeitig Rettungswagen und Notarzt angefordert. Der Defibrillator eines Funkstreifenwagens wurde an den Leblosen angeschlossen. Es wurde jedoch nicht defibrilliert, da die von der Polizei verwandten Laien-Defibrillatoren automatisiert messen, ob ein Elektro-Schock sinnvoll ist oder nicht. Die Wiederbelebungsmaßnahmen wurden durch die eintreffenden Rettungssanitäter und den Notarzt fortgesetzt. Nach Abschluss dieser Wiederbelebungsmaßnahmen wurde der Patient in ein Krankenhaus transportiert. Hier verstarb er heute gegen 19:10 Uhr.
Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen zur Todesursache aufgenommen. Die Leiche wird zur Zeit von Kriminalbeamten untersucht. Morgen wird die Polizei bei der Staatsanwaltschaft Krefeld eine Obduktion des Verstorbenen anregen, um weitere Aufschlüsse über die Todesursache zu erhalten.

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