Merkel: Untersuchung zum Nato-Luftschlag wird „nichts beschönigen“

Berlin (dts) – Nach dem umstrittenen Nato-Luftschlag im Norden Afghanistans hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel heute in einer Regierungserklärung zur Zukunft der Afghanistan-Politik der Bundesrepublik geäußert. Merkel kündigte erneut eine „lückenlose Aufklärung“ der Ereignisse an. Es werde in der Untersuchung „nichts beschönigt“ aber vor

Veröffentlichung der Ergebnisse auch niemand „vorverurteilt“. Sie verbitte sich daher vor Abschluss der Untersuchungen zu dem Vorfall Einmischungen sowohl vom Inland als auch vom Ausland. Der Luftschlag am vergangenen Freitag sei laut Merkel „eine der schwersten militärischen Auseinandersetzungen“ der Bundeswehr in Afghanistan gewesen. Unabhängig davon wie viele zivile Opfer es dabei gegeben habe, sei jeder unschuldige Tote in Afghanistan „einer zuviel“, betonte die Bundeskanzlerin. Merkel schlug vor, noch in diesem Jahr eine internationale Konferenz einzuberufen, auf der über den derzeitigen Entwicklungsstand des Landes beraten werden soll.
Zudem müssten auf der Konferenz klare Zeitvorgaben für die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte gemacht werden.

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