AIDS-Kampagne des Vereins Regenbogen stigmatisiert HIV-positive Menschen

Bonn (ots) – Die Deutsche AIDS-Stiftung verurteilt die visuelle Umsetzung der neuen Präventionskampagne des Vereins Regenbogen e.V. Unter dem Motto „Aids ist ein Massenmörder“ ein Pärchen beim Geschlechtsverkehr zu zeigen, bis die Einblendung des männlichen Darstellers plötzlich die Gesichtszüge des Diktators Adolf Hitler annimmt, zeugt nicht nur von schlechtem Geschmack. Die wenigsten Zuschauer werden bei der Darstellung Adolf Hitlers an das HI-Virus denken. Viel naheliegender

ist die Gleichung: HIV-positiv gleich (Massen-)Mörder. Die Kampagne leistet damit der Stigmatisierung HIV-positiver Menschen Vorschub. Gleichzeitig ist sie geeignet, bei allen anderen Menschen Unsicherheit und Ängste zu schüren. Das Ziel der Urheber wird so nicht erreicht, nämlich den Trend zum ungeschütz-ten Geschlechtsverkehr zu stoppen.

„Wer HIV-positive Menschen diskriminiert und die große Mehrheit der Bevölkerung verunsichert, gefährdet den bisherigen Erfolg der deutschen Präventionskampagnen“, sagt Ulrich Heide vom Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung. „Wir wünschen uns dagegen Spots mit sachgerechter Aufklärung über den Schutz vor HIV, von denen sich die Zuschauerin und der Zuschauer gleichzeitig emotional angesprochen fühlt. Daneben muss weiterhin für die Solidarität mit Betroffenen geworben und ihre Stigmatisierung verhindert werden“.

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