Kulturszene Duisburg: Gemeinsam statt einsam

Quelle: O de Andrade

Quelle: O de Andrade - CC-Lizenz

Ruhr 2010 kommt, eine Meldung die keinen überraschen sollte. Seit Monaten wird in der NRZ mit einer Extraspalte auf das Ereignis hingewiesen, es wurde ausführlich sowohl über die guten Seiten – viele Kulturangebote, eine Fülle bei der es einem schwerfällt sich zu entscheiden – und über die schlechten – die Finanzkrise verhindert die geplante pompöse Eröffnungsfeier und einige andere Veranstaltungen finden ebenfalls nicht statt – berichtet. Ruhr 2010 könnte ein Startpunkt sein – ein Startpunkt für die Kooperation der Kulturszene in Duisburg.

Versucht man sich über die Aktivitäten des Hafens der Kulturhauptstadt zu informieren stößt man schnell an seine Grenzen. Zwar bekommt man auf der Homepage eine ganze Menge von generellen Informationen zur Kulturhauptstadt an sich und einen schicken bunten Zeitplan – ein genaues Programm mit Duisburger Terminen allerdings lässt sich zumindest wohl so ohne Weiteres nicht finden. Ebenfalls nichts Genaues auf der Stadtseite an sich. Da dämmert man offensichtlich noch im Dornröschenschlaf vor sich hin. Wer frühzeitig planen will kann dies momentan nicht.

Dabei bietet das Projekt gerade für die fragementierte Kulturlandschaft Duisburgs die Chance sich endlich zusammenzufinden und gemeinsame Aktionen ins Leben zu rufen oder zumindest sich gemeinsam zu präsentieren. In Zeiten, in denen die Haushalte nochmal radikalst zurechtgestutzt werden ist es nötiger denn je den Wert der Kultur hervorzuheben, zu betonen, dass Duisburg eine lebendige und interessante Szene hat, die sich nicht im Lehmbruck-Museum oder den Duisburger Philharmonikern alleine erschöpft.

Ruhr 2010 bietet eine einmalige Chance. Die Gefahr, dass diese ungenutzt an der Kulturszene in Duisburg vorübergeht ist durchaus gegeben. Noch wäre es Zeit für die Planung von gemeinsamen Aktionen. Und dafür, einen gemeinsamen Terminkalender aufzustellen.

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