Modekrankheit ADHS – Verordnung von Medikamenten für Kinder stark gestiegen

Baierbrunn (ots) – Ratlose Eltern, überforderte Ärzte, beklagenswerte Kinder: AD(H)S, das „Zappelphilip-Syndrom“, greift in einem Umfang um sich, der für manche Kindertherapeuten nur noch schwer nachvollziehbar ist. Im Jahr 2008 wurden in Deutschland 407000 Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen wegen der Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS), manchmal auch nur Aufmerksamkeits-Defizit-Störung (ADS) genannt, medikamentös behandelt. Von 1993 bis 2006 stieg der Verkauf des dagegen in der Regel verordneten Medikaments Methylphenidat um 3591 Prozent, berichtet das Apothekenmagazin „BABY und Familie“. Dabei gilt Deutschland sogar noch als gemäßigtes unter den insgesamt 50 Ländern der Erde, in denen die Arznei angewendet wird.

11 thoughts on “Modekrankheit ADHS – Verordnung von Medikamenten für Kinder stark gestiegen

  1. Ich kann es überhaupt nicht fassen. Was wird mit unseren Kindern und somit mit unserer Zukunft? Warum kümmert man sich nicht darum, das Eltern gelernt bekommen, wie sie mit Kindern umgehen sollen? Warum werden für die Jugendlichen von heute keine Ausbildungsplätze geschaffen? Was soll die ganze Sache mit dem Alkohol und den Drogen für Jugendliche? Warum kümmert sich da keiner drum. Das ist doch genau das gleiche, wenn man für irgendwelche Schmerzen Tabletten bekommt anstatt heraus zu finden, wo der Schmerz her kommt. Die Ursache für die ganze Situation der Kinder sollte herausgefunden werden. Aber hier ist wieder mal die Pharmaindustrie fleißig am Arbeiten und später, wenn die Kinder groß sind und ihre Probleme haben, dann haben sie bestimmt schon wieder etwas „Im Angebot“ Warum wird für ein bisschen Geld alles kaputt gemacht. Die, die das veranstalten, sollten mal darüber nachdenken, was Verantwortung ist und nicht nur hinter dem Geld her rennen. Wir haben ein so tolles Land und so gute Leute hier bei uns aber anstatt das zu pflegen und zu verbessern und unseren Kindern zu helfen, dass sie ein wirkliche Zukunft haben, wird so ein paar „Leuten“ gestattet, alles kaputt zu machen. Und die sind dann später die, die wieder mit dem Finger auf andere zeigen und behaupten, alle sind daran schuld bloß sie haben nichts damit zu tun. Ich bin wirklich sauer, wann wachen wir auf????

  2. Wie züchte ich Zombies: Ganz einfach, indem der Bewegungsdrang des Kindes rigoros unterdrückt wird. Kleine Wohnung, Kind darf nicht raus, sitzt den ganzen Tag am Computer, kein Herumtollen, dämpfende Drogen wie Ritalin (gedämpftes Kokain), brav sitzen, die Eltern um Gottes willen ja nicht stören, kein Spielen, viel zu gefährlich, viel zu laut, einfach einsperren, hat gefälligst Erwachsenengehabe anzunehmen, Ruhe ist gefragt. So mache ich einen Zombie. Ganz einfach. Am liebsten lebend begraben. Was sind das bloß für Eltern?

  3. Allerseits freut man sich ja über steigende Statistiken. Naja, nicht immer. Steigende Statistiken von Morden sind nur für wenige ein Grund zur Freude. Dabei verkürzen aber gerade Psychopharmaka nachweislich die Lebensspanne. Schön langsam natürlich, man spricht leider nicht von Mord auf Zeit. Etwas lebhaftere Kinder hat es schon immer gegeben. Und natürlich auch Eltern, die mit ihnen zurechtkommen, oder auch nicht. Die moderne Methode, sie mit Drogen zu dämpfen, beschert Pharmakonzernen Millioneneinnahmen und hinterlassen um ihre Fantasie und Fähigkeiten bestohlene Kinder. Ich hatte immer wieder mit diesen mitleidenswerten Jugendlichen zu tun.

  4. EINE PANDEMIE
    Wie wär’s, wenn wir die Mode-Erscheinung „Zappelphilipp-Syndrom“ gleich zur PANDEMIE erklärten?
    Die entsprechenden profitorientierten Kreise und deren Lobbyisten stehen bestimmt in den Startlöchern für Herstellung und Verkauf.
    Eine pharma-unterwanderte WHO könnte das schon bewerkstelligen, wie bei der sogenannten SCHWEINE-GRIPPE.
    Wohlgemerkt: das ist alles ironisch gemeint!

  5. DrogenBringenProfit Mi, 09 Sep 2009 at 20:53:24 -

    Es wird immer wieder verbreitet, dass Ritalin keinesfalls süchtig macht, und diesbezügliche Warnungen werden einfach mit zum Teil sehr primitiven Reaktionen beantwortet.
    Wie unter http://www.nida.nih.gov/infofacts/ADHD.html sichtbar, ist aber Ritalin durchaus suchtgefährlich. Eltern, die ihre Kinder auf der Basis von (aus Gefälligkeit, Bestechlihkeit oder Bequemlichkeit) falschen Diagnosen noch ruhiger stellen wollen, tun sich also langfristig keinen Gefallen.
    Nur der Pharma-Industrie wird ein Gefallen getan. Denn Drogen bringen Profit.

  6. also jetzt bitte keine panik! methylphenidat steht unter dem BTM! so leicht kommt da keiner ran.

    * ADHS wird aus kulturellen Gründen öfter auffällig als früher. Das hat gesellschaftliche Ursachen: Die Kinder werden nicht mehr wie früher so lange geprügelt, bis sie ihre Hyperaktivität aus Angst verbergen. Das schafft eine neue Herausforderung für die Gesellschaft. Wie gehe ich als ErzieherIn oder LehrerIn damit um? Wie reagiere ich in der Öffentlichkeit auf hyperaktive Kinder oder Erwachsene – Verständnis oder Ausgrenzung?

    * ist doch klar, dass die Verordnungen ansteigen, wenn die zahl der Diagnosen steigt – die Aufklärung um ADHS ist übrigens in vollem Gange und Artikel wie diese schüren nur eine unnötige Fixierung auf den pharmakologischen Aspekt. Tatsache ist, dass das Medikament zu den am besten erforschten Psychopharmaka in der Kinder- und Jugendpsychatrie gehört (über 40 Jahre)

    * Viel verdienen kann die Pharmaindustrie dabei nicht, da es keine Patente gibt und die Herstellung nicht aufwändig ist.

    * Bei ADHS: Methylphenidat hilft! Es gibt nur wenige Nebenwirkungen und kann Kindern massive Probleme in ihrer Entwicklung ersparen. Außerdem ist es für Erwachsene dadurch möglich, ein durchweg chaotisches Leben zu ordnen – hier spricht jemand mit Erfahrung!

    Also bitte ich im Namen aller ADHS-Betroffenen darum, lieber einmal die vielen anderen Aspekte dieser Störung zu beleuchten, eine gute Recherche und fundierte Information hat noch keinem geschadet!

    • Also von wegen da kommt keiner so leicht ran. Bei unseren Ärzten ist das kein Problem mehr. Nur ein paar Fragebögen von Lehrern und Eltern ausgefüllt und schon ist klar, dass das Kind eine ADS- Störung hat. Also mir reichts auf jeden Fall. Mein Kind bekommt so etwas nicht!

  7. Die steigende Zahlen der Vergabe von Ritalin ist erschreckend! Die Verabreichung von dieser Art von Medikamente an Kinder ist absolut verantwortungslos. Nein Ritalin wurde nicht über 40 Jahre überprüft und ja es hat verheerende Nebenwirkungen. Sorgfalt woher haben Sie diesen Schmarn? Liebe Eltern Beipackzettel lesen!

  8. Wenn ich ein Schüler bin und in einem netten Einfamilienhaus mit Pool lebe mit einer netten Familie und in ein schönes Gymnasium gehe und ich mich dort wegen ADS Symptomen bei vorhandener Intelligenz nicht halten kann…dann würde ich auch zu Ritalin greifen.
    Außerdem ist es ja nicht so als das man Ritalin im Supermarkt kauft.
    Aber bitte, man kann ja auch zum Außenseiter werden, der immer vor sich hin träumt (ADS ohne H) und durchfallen und dann noch einmal durchfallen und versagen und versagen. Danach hat man genug Zeit Kommentare auf irgendwelchen Internetseiten zu schreiben 😀 darüber wie böse Ritalin ist

  9. Eine Betroffene Mi, 04 Nov 2009 at 08:09:56 -

    Ich kann es einfach nicht nachvollziehen,wenn Menschen aus der Gesellschaft,ich nenne sie jetzt einfach mal ADHS Gegner,
    sich Urteile erlauben und Aussagen tätigen,die sie eigentlich gar nicht wissen können, da diese Menschen ja ´normal´ sind!!!
    Ihr könnt doch gar nicht wissen was in einem ADHSler vorgeht und gar nicht wie man sich fühlt oder was man empfindet, nein man stösst lieber einen mit Aussagen vor den Kopf und merken gar nicht wie sehr man einen Betroffenen damit verletzt!

    Bei einem Krebskranken sagt man doch auch nicht er sei selber schuld, er hat sich falsch ernährt oder sucht andere Gründe.
    Aber da ist es so:
    1. alles ist Bekannt
    2. alles kann man mehr oder weniger schnell Diagnostizieren
    3. man erkennt sofort zeigbare körperliches Gebrechen

    Das viel humbug damit getrieben wird, ist mir KLAR keine Frage, aber schert doch bitte nicht die betroffenen die wirklich darunter leiden über einen Kamm! Die sog. Zombies gibt es ebenso nur weil Ärzte die Kinder überdosieren.

    Ich weiss nicht ob ich das darf, dennoch möchte ich aufklären,schaut euch das mal http://www.wdr.de/themen/global/webmedia/webtv/getwebtv.phtml?ref=70030 vll klärt es mehr auf vor allem zum thema medikament