SPD Duisburg fordert Seriosität bei Kraftwerksplanungen: Fernwärme vergessen?

dvvTurmSteht die Fernwärme-Versorgung in Duisburg auf dem Spiel? Diese Befürchtungen kommen bei SPD-Ratsherrn Theo Peters, dem stellv. Vorsitzenden des Umweltausschusses des Rates und Jürgen C. Brandt, dem SPD-OB-Kandidaten, auf. Grund dafür sind die Diskussionen, den Kraftwerksaus- und ersatzbau bei den Stadtwerken zu streichen.

Jürgen C. Brandt und Theo Peters äußern sich lobend zu der von den Duisburger Grünen angestoßenen Diskussion um die Zukunft des Heizkraftwerkes der Stadtwerke in der City: „Wir brauchen einen immer stärker steigenden Anteil regenerativer Energien, auch und gerade in einer Industriestadt wie Duisburg. Und wir müssen auch aus stadtplanerischer und aus Umwelt-Sicht schon jetzt überlegen, wie es mit dem Kraftwerkspark weiter geht.“

Brandt und Peters machen sich aber Sorgen, dass die jetzt begonnenen Überlegungen zu kurz greifen und fragen: „Steht die Fernwärme-Versorgung in Duisburg auf dem Spiel?“
Duisburg habe nämlich, so Jürgen C. Brandt, schon seit ganz langer Zeit auf den Ausbau der Fernwärme als klimafreundliche Maßnahme gesetzt. „Und das,“ so Brandt, „sehr erfolgreich. Unsere Luftbelastung wäre um ein vielfaches höher, wenn stattdessen in jedem dieser Tausenden von Häuser einzelne Verbrennungsöfen z.B. für Öl stehen würden.“

Theo Peters erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass man noch vor genau zwanzig Jahren mit Millionen-Aufwand in den Ausbau über den Rhein investiert habe. „Grund war die Werksstilllegung bei Krupp. Urplötzlich mussten wir mit Wärme einsteigen, sonst wären die Häuser kalt gewesen.“
Beide Sozialdemokraten verlangen deshalb mehr Seriosität und Gründlichkeit in der Debatte um die langfristige Energieplanung für unsere Stadt. „wir können die Fernwärme nicht einfach abschalten. Wir brauchen ein Konzept, dass auf mehrere Jahre angelegt ist. Und wollen wir wirklich 400 Windräder?“

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