Keine betriebsbedingten Kündigungen bis 2013 bei Ineos Köln

 

ineos1_logoKöln (ddp-nrw). Bis Ende 2013 wird es keine betriebsbedingten Kündigungen für die rund 2000 Beschäftigten des Chemieunternehmens Ineos am Standort Köln geben. Dies ist das Ergebnis einer «Zukunftsvereinbarung» zwischen Betriebsrat, der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und der Geschäftsleitung von Ineos Köln.

Im Gegenzug für diese Zusage gibt es für die Beschäftigten in diesem Jahr Einbußen bei der Höhe der tariflichen Jahresleistung. Diese werden jedoch mit den Bonuszahlungen verrechnet, so dass der Verlust für die Beschäftigten nicht sehr hoch sein wird, wie ein Gewerkschaftssprecher am Donnerstag mitteilte. Die tarifliche Arbeitszeit und das monatliche Tarifentgelt werden nicht angetastet.Auch die Höhe der Ausbildungsplätze von jährlich 43 bleibt unverändert.

Die Betriebsvereinbarung soll dazu beitragen, dass im Unternehmen mit seinen zehn deutschen Standorten Kosten gesenkt werden, denn allein die jährliche Zinsbelastung beträgt 700 Millionen Euro. «Die Beschäftigten leisten einen wirtschaftlich bedeutenden Beitrag für das Unternehmen», erläuterte der Betriebsratsvorsitzende Siegfried Schulz. In Zeiten «der schlimmsten Wirtschaftskrise in der Geschichte der Bundesrepublik» seien Arbeitsplätze gesichert worden. Der Betriebsrat begrüßte auch das Bekenntnis des Unternehmens zur Zukunft des Standortes Köln.

Die Ineos-Gruppe stellt petrochemische Produkte, Spezialchemie und Rohölprodukte her. Weltweit beschäftigt das Chemieunternehmen 15 800 Menschen in 70 Produktionsstätten.

ddp/map/kos

 

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