Die AGD-Studie 2012: Tendenz zu Marketing-Netzwerken

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English: Marketing (Photo credit: Wikipedia)

Die Alliance of German Designers (AGD) hat eine Befragung ihrer Mitglieder vorgenommen und festgestellt, dass Designer in zunehmenden Maße nicht mehr in hierarchisch strukturierten Agenturen, sondern als Freiberufler in Netzwerken arbeiten. Die beim Marketing anfallenden Aufgaben wie die Erarbeitung von Grafik, Technik, Sound und Text werden immer häufiger im Verbund getätigt, nicht durch Teams, die in Agenturen zusammengestellt werden.

Den Zahlen nach begann diese Tendenz 2007/08, in einer Zeit, in der viele Agenturen Mitarbeiter freisetzen mussten. Die Finanzkrise ließ Werbeaufträge stark zurückgehen. Inzwischen haben sich neue, flexiblere Strukturen herausgebildet, die es ermöglichen, den traditionellen Agenturen Konkurrenz zu machen.

In der Praxis kann jedes der Netzwerkmitglieder als Ansprechpartner fungieren und die Projektverantwortung gegenüber den Kunden tragen. Es wäre unzumutbar, potentiellen Kunden eine Rundreise aufzubürden. Verstärkt werden die Netzwerke auch nach außen getragen, durch Internetseiten kenntlich gemacht.

Die Präsentation der Studie dient freilich der wirtschaftspolitischen Unterstützung und der Eigenwerbung. Dagegen ist allerdings nichts einzuwenden, beschreiben die Ergebnisse doch eine strukturelle Marktveränderung, die beachtenswert ist.

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