Cocktail Spezial

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Cover Cocktail Spezial

Die Clubmusik hat sich unlängst von traditionellen Pop- und Rock-Klängen verabschiedet.

Techno markierte einen Wechsel, auch hin zu neuen Strukturen. Von einem Songaufbau, der auf Strophen beruhte, war kaum noch etwas zu hören. Diese Entwicklung wurde von vielen Menschen als befreiend empfunden, sogar von einem Komponisten der Neuen Musik, von Karl-Heinz Stockhausen.

Die Alternative, die nunmehr von DJs geboten wurde, blieb musikalisch jedoch langatmig: geboten wurden sich stetig wiederholende Motive, sogenannte Loops, die nur im Rausch zu ertragen waren. Es ließe sich auch umgekehrt argumentieren. Die neuen Partydrogen fanden in den zelebrierten Riten der DJs ihre geeignete Anwendung.

Das geringe musikalische Interesse ließ zwei Tendenzen entstehen: die Konzentration auf einen ‘geilen’ Sound, bis hin zum sogenannten Hardcore oder sogar bloßen Noise, und das Absehen von effektbeladenen Sounds, das Einrichten softer Loops, die als Hintergrundmusik taugen können, ob nun in den Ruhezonen der Clubs, beim Autofahren oder in Einkaufszentren.

Info:
xtranews Duisburg Magazin. Mehr Hintergrund, mehr Duisburg.

Bis heute fehlt innerhalb der Clubmusik eine Tendenz, mit der musikalische Entwicklungen vorangetrieben werden. Eine solche ließe sich kaum von DJs ausbilden, müsste kompositorisch angegangen werden. Ich startete dazu ein Projekt, ‘Cocktail Spezial’, um eine individuelle Lösung zu entwickeln, eine persönliche Antwort auf die Clubmusik von heute.

Dazu entwickelte ich eine Skala, abseits der vertrauten Funktionsharmonik und der skalenhaften Kirchentonarten, die ich inzwischen auch in anderen Zusammenhängen nutze. Ebenso griff ich auf die Variation als freie Form zurück, um den zwanghaft anmutenden Wiederholungen zu entgehen, ohne den Rahmen eines tönenden Nacht-Cafés zu verlassen. Es gibt sogar einen lokalen Hintergrund: zum Nacht-Café Graefen, das ich über Jahre sehr gemocht habe, nicht zuletzt aufgrund des künstlerischen Engagements von Eckard Graefen.

Vor allem hatte ich mit dem Projekt aber ziemlich viel Spaß! Das Resultat ist als digitales Album bei Bandcamp  online zu hören als auch downzuladen.

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Beitrag von auf 12. Oktober 2012. Abgelegt unter Allgemein, Duisburg, Kultur, Meinung, Musik, Netzwelt, Panorama, Regional. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Kommentare und Pings sind geschlossen.