Finden Sie uns auf Google+

Leserbrief zu den Sparmaßnahmen in Duisburg

Abgelegt unter: Duisburg,Kultur,Politik |

Info:
Duisburger Appell zur Freiheit der Kunst Jetzt mitzeichnen

Unsere Redaktion bekam folgenden lesenswerten Leserbrief

 

Ich weiss, das ich mich bei einigen jetzt unbeliebt mache, aber ich werde jetzt mal meine Meinung zum sparen hier in Duisburg kund tun.

Es ist richtig und nicht abzustreiten: Duisburg MUSS sparen.

Die ersten Sparvorschläge sind ja schon bekannt gemacht worden und prompt kommen die großen Aufschreie.
Es wird vorgeschlagen, das der Vertrag mit der Oper gekündigt wird. In Anbetracht der Tatsache, daß die Kosten für die Oper ca. 50% des gesamten Kulturhaushaltes der Stadt Duisburg ausmacht sind da natürlich Sparüberlegungen berechtigt. Wenn man mal ehrlich ist, nachschaut, wieviel Prozent der Duisburger die Oper besuchen, ich denke eine Statistik gelesen zu haben das es unter 3% sind, wenn man sich dazu die Preise für eine Eintrittskarte der Oper anschaut ( auf etwas besseren Plätzen für den Normalverdiener eh eher relativ unbezahlbar) denke ich, das die Oper zum größten Teil von den “Besserverdienern” genutzt wird.

Dafür dann eben 50% des Kulturhaushaltes auszugeben kann nicht das wahre sein.
Andere Kulturprojekte werden minimal gefördert oder eben gar nicht. Kulturprojekte, die für die große Masse interessant wären.

Mein Vorschlag: die ca. 18 Mio., die die Opernähe kostet, einsparen, die Hälfte davon in andere Kulturprojekte für die große Masse investieren und den Rest dann eben einsparen. Das wären dann schon mal 9 Mio.

Es geht ja noch weiter mit dem Sparen! Es sollen Arbeitsplätze in der Verwaltung usw. eingespart werden. Auch das ist sicherlich berechtigt, aber wie passt das zusammen, das gerade gestern Stadtdirektor Greulich bekannt gibt, das er nach der OB-Wahl sein Amt niederlegen wird sich im Gegenzug seinen neuen Arbeitsplatz als 2. Geschäftsführer bei den Wirtschaftsbetrieben selber schafft.
Bis jetzt gibt es eben diesen 2. Geschäftsführerposten noch nicht. Vor kurzem sind ja die Gehälter offen gelegt worden und man hat gesehen, was z.b. der erste Geschäftsführer verdient und man kann wohl davon ausgehen das sein Gehalt nicht wesentlich niedriger sein wird. Ist es wieder so hier in Duisburg das in den unteren Gehaltsgruppen eingespart wird und bei der Führung draufgegeben wird?
Ist das die Politik, die sich der rot/grüne Stadtrat wünscht?
Ich hoffe, das der zukünftige OB Duisburgs bei solchen Machenschaften einschreitet.

Frank K.

 Leserbrief zu den Sparmaßnahmen in Duisburg

Related Posts

Beitrag von auf 5. Mai 2012. Abgelegt unter Duisburg, Kultur, Politik. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Kommentare und Pings sind geschlossen.

8 Antworten auf Leserbrief zu den Sparmaßnahmen in Duisburg

  1. Nutznießer eines Wechsels von Greulich zu den Wirtschaftsbetrieben wäre eindeutig ein OB Sören Link. Der Stadtdirektorposten könnte dann mit einem seiner Vertrauten besetzt werden. Damit würde die bekannte Duisburger Pöstchenschiebe-Tradition nahtlos fortgesetzt. Die SPD-Fraktion im Rat ist offenbar “nicht abgeneigt”, klar. Die Duisburger haben sich nicht die Abwahl erkämpft, um jetzt von den Parteien ver**scht zu werden. Der kostenträchtige Wechsel von Greulich muss verhindert werden und das geht nicht mit der SPD, nicht mit einem OB Sören Link, sondern nur mit einem OB, der keiner der im Rat vertretenen Parteien angehört.

    JanundPitt
    5. Mai 2012 auf 14:24

  2. ich habe weil mich eine Antwort wirklich interessiert Herrn Link von der SPD eine frage gestellt ,auf die Antwort bin ich echt gespannt .

    Sehr geehrter Herr Link ich wende mich noch einmal mit einer Frage an Sie .
    Gestern wurde bekannt das nach der Neuwahl eines OB in Duisburg ,Herr Greulich von seinen Posten als Stadtdirektor zurücktritt und sich seinen neuen Arbeitsplatz mehr od weniger selber schafft er will wohl 2 Aufsichtsrat bei denn Wirtschaftsbetrieben werden . Jetzt zu meiner Frage wie stehen Sie dazu ? unter dem Aspekt das wie ja bekannt ist in Duisburg gespart werden muss auch eben Arbeitsplätze in der Verwaltung abgeschafft werden sollen so eben aber eine neue Stelle geschaffen wird weil einen 2 Geschäftsführer bei den Wirtschaftsbetrieben gibt es ja bis jetzt nicht , wenn man sich die vor kurzen Veröffentlichte Gehalt des 1 Geschäftsführers anschaut das ja recht hoch ist ist ja davon auszugehen das das zukünftige Gehalt von Herrn Greulich nicht wesentlich unter dem liegt . Soll in Duisburg es weiter so gehen das bei denn unteren Gehaltsgruppen in der Verwaltung gespart wird aber in den oberen Etagen drauf gegeben wird ?

    http://desmond.imageshack.us/Himg842/scaled.php?server=842&filename=linkr.png&res=landing

    frank knott
    5. Mai 2012 auf 20:12

  3. Bemerkenswert ist, dass die SPD sich der Wahl ihres Parteisoldaten zum OB so sicher ist, dass sie bereits die Strippen zieht, um ihn weich zu betten. Nachdem Greulichs Wechselwünsche öffentlich gemacht wurden, darf getrost davon ausgegangen werden, dass alles bereits in trockenen Tüchern ist. Eine SPD, die die Bürger belogen und betrogen hat und sich der Früchte der Arbeit von vielen, die monatelang Unterschriften sammelten, schamlos bedient, um ihr verfilztes System zu reinstallieren und manifestieren, belegt damit sehr eindrücklich, dass sie nicht die Bürger vertritt, sondern nur sich selbst. Es wäre allerdings auch zum Staunen, wenn diese Partei, die sich nach der Loveparade gemeinsam mit allen anderen Parteien bis zur Unsichtbarkeit abgeduckt hat, irgendetwas gelernt hätte. Es ist eine nicht zu überbietende Frechheit und Unverschämtheit, dem Duisburger Bürger, der über alle Massen zur Ader gelassen werden soll, die Finanzierung eines “Vertrauten” an der Seite eines hoffentlich nicht gewählt werdenden Sören Link zuzumuten. Der Bogen des Zumutbaren ist damit einwandfrei überspannt.

    Bandelier
    5. Mai 2012 auf 20:38

  4. sie wollen weitermachen wie gehabt!;- und die so unabhängige presse spielt das spiel mit. es werden nur die parteisoldaten und der alibi-jude zu öffentlichen terminen geladen, die unabhängigen werden totgeschwiegen. mancher kandidat biedert sich auch schon der verwaltung an, nicht mit mir! es wird höchste zeit für einen neuanfang!

    rolf karling
    6. Mai 2012 auf 01:22

    • Rolf du weißt das ich dir und deinen Verein ausgesprochen Dankbar bin ! BfB Duisburg ev und Du leist Tolle Arbeit !! Aber sorry Schuster Bleibe bei deinen Leisten ! Ich bestreite auf keinen Fall das die Etablierten Parteien gerade SPD und CDU hier in Duisburg total versagt haben und die Bürger nach Strich und Faden vera…. !
      Aber mit Michael Rubinstein hat Duisburg eine gute Alternative . Rolf Karling du solltest nicht so Dumm sein Dir das Letzte bisschen Rückhalt was du in der Bevölkerung hast mit solchen Ausdrücken wie “Alibi Jude” zu verspielen . Es ist ganz egal welche Religion ein Kandidat hat. Und fertig !!

      frank knott
      6. Mai 2012 auf 09:46

      • nein frank, das siehst du falsch! ich greife rebbe rubi, den ich kennengelernt habe und mag nicht wegen seiner religion an. ich bin selbst zu 25% jüdisch, ich bin auch pate von 3 stolpersteinen in unserer stadt, die ich gekauft habe, bevor eine rechte, braune politische gruppe die chance dazu hatte;- aber ich bin ein typ der das pferd beim namen nennt!;- und wenn rebbe rubi sich schon jetzt einer verwaltung anbiedert, dann pranger ich das an!der ob ist nicht angewiesen auf die gefälligkeit der verwaltung, der ist der kopf derselbigen und genau das pranger ich an. eine rheinhausen-halle schließen zu wollen, sprachkurse für nicht deutsche streichen zu wollen, das geht garnicht, absolut nicht, nicht in duisburg! rebbe rubi ist ein kandidat, aber sorry, er ist keine gute alternative, denn er zieht schon! jetzt eine schleimspur hinter sich

        rolf karling
        6. Mai 2012 auf 22:56

        • Rolf das Micherel Rubinstein sich der Verwaltung anbiedert sehe ich absolut nicht ! Aber eine Sache wird hoffentlich auch von Dir nicht Bestritten Duisburg muss wenn es nicht unter Zwangsverwaltung gestellt werden will Sparen ! Michael Rubinstein hat Klar und deutlich gesagt und da sollten wir Ihn beim Wort nehmen :„
          Alles muss auf den Prüfstand. Die Bereiche Bildung und Soziales sind aber tabu. Hier kann und darf nicht weiter gekürzt werden”

          Sparen tut immer Weh , es müssen Einsparungen vorgenommen werden ! Würde ein Kandidat etwas anderes sagen würde er sich absolut unglaubwürdig machen Michael Rubinstein hat und das Glaube ich Ihm zugesagt das er sich im falle seiner Wahl auch für die Armen einsetzt, aber ein OB sollte für alle Bürger in unserer Stadt da sein und genau aus diesen Punkt heraus halte ich Michael Rubinstein für den Richtigen um zwischen den verschiedenen Religionen und Einkommens Klassen zu vermitteln und gerecht abzuwägen ! im übrigen zur Rheinhausenhalle hat er sich soweit ich weiß bisher nicht geäußert

          frank knott
          7. Mai 2012 auf 11:01

  5. Ich bin es allmählich müde die Tatsache dass die sogenannte Hochkultur in Duisburg ebend nur aus Theater, Oper und den Philharmonikern besteht zu verteidigen – ebenso ist das auch gar nicht meine Aufgabe, denn dafür haben die Institutionen ihre PR-Beauftragten. Aber es wird immer vergessen, dass hinter der Oper noch etwas mehr steckt als nur die reinen Veranstaltungen. So ist zum Beispiel die Frage, was aus dem Kinderchor wird eine, die überhaupt nicht interessiert – die Förderung von Kindern, die Freude am Singen haben ist enorm wichtig. Ebenfalls die musikalische Früherziehung, das JEKI-Projekt, die Workshops mit Jugendlichen – das sind Dinge, die in erster Linie zusammen mit den Düsseldorfern geleistet werden.
    Zwar unterstützen die Philharmoniker nach wie vor das JEKI-Projekt, aber das was bisher im Verbund an Vermittlung geschieht kann das Orchester nicht alleine leisten. Sehen wir mal davon ab, dass die Fixkosten des Hauses immer noch bestehen bleiben – es ist ja nicht so, dass auf einmal der Posten aus dem Haushalt verschwindet nur weil die Opernehe aufgekündigt wird, schön wärs. Auch danach sind noch Menschen im Gebäude tätig, muss repariert, restauriert werden, muss die Infrastruktur bestehen bleiben – allein für das Angebot des Spieltriebs etwa.
    Und wer meint, die Preise für die Oper sind zu teuer, der sollte mal schauen was mittlerweile ein Kinobesuch kostet – ohne 3D-Zuschlag.
    Ad Astra

    Christian Heiko Spließ
    6. Mai 2012 auf 14:01