Duisburger zahlen über 30% ihres Einkommens für Miete! – DGB unterstützt Bündnis „Wir wollen wohnen!“

Gemeinsam mit dem Mieterbund NRW, AWO, VdK, SoVD, Paritätischer Wohlfahrtsverband und Diakonie hat der DGB das Bündnis „Wir wollen wohnen“ gegründet. Viele Städte und mittlerweile auch das Umland in NRW werden selbst für normalverdienende Mieter unbezahlbar. „Immer mehr Haushalte überschreiten die kritische Grenze von 30% des Haushalteinkommens für die Wohnkosten – Duisburg ist da leider Spitzenreiter. Insbesondere Menschen in unteren und mittleren Einkommensgruppen haben Schwierigkeiten eine Wohnung zu finden. Es fehlt an bezahlbaren Wohnungen, insbesondere an barrierefreiem Wohnraum und an Wohnungen für Studierende, Auszubildende, alleinstehende Hilfeempfänger und Familien“, sagt Angelika Wagner, Geschäftsführerin des DGB in Duisburg.

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Insgesamt acht Organisationen, darunter der Deutsche Mieterbund, Wohlfahrts- und Sozialverbände und der Deutsche Gewerkschaftsbund, haben ein gemeinsames Forderungspapier vorgelegt. Um den Forderungen nach mehr bezahlbarem Wohnraum gegenüber Land und Kommunen Gehör zu verschaffen, sind neben einer Petition an die Landesregierung auch örtliche Bündnis-Aktivitäten geplant.
Bislang schützen rechtliche Regelungen in NRW vor:
– überzogenen Mieten bei der Wiedervermietung oder im laufenden Vertrag,
– dem Verlust von Mietwohnungen durch die Umwandlung in Eigentumswohnungen,
– Eigenbedarfskündigung nach Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen,
– der Zweckentfremdung von Wohnraum durch gezielten Leerstand, gewerbliche Nutzung oder Airbnb-Vermietung.

Doch die Landesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, diese ersatzlos auslaufen zu lassen oder abzuschaffen. Die Petition kann im Internet gezeichnet werden unter weact.campact.de/petitions/wir-wollen-wohnen.  In den nächsten Monaten wird das Bündnis auch vor Ort klassische Unterschriftenlisten auslegen.
Neben dem Erhalt und dem Ausbau des Mieterschutzes fordert das Bündnis die Errichtung von mehr bezahlbarem Wohnraum. „In ganz NRW fehlen Wohnungen. Laut Wohnungsmarktbericht der NRW.BANK werden jährlich rund 80.000 neue und vor allem bezahlbare Wohnungen benötigt“, erklärt Angelika Wagner.
„Im Jahr 2017 waren es aber nur rund 48.000, 2018 werden nach ersten Schätzungen gerade einmal rund 45.000 gebaut. Um diese Lücke zu schließen, ist eine deutlich höhere öffentliche Wohnraumförderung notwendig. Das Land muss hierfür eigene Haushaltsmittel bereitstellen. Zudem kann eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft ein perspektivisches Instrument sein. Der Markt wird es leider nicht richten, das
haben die vergangenen Jahre deutlich gezeigt.“

Ziel des Bündnisses
Das Bündnis will bis Juni 2019 auf diese Missstände hinweisen und die Landesregierung zum Handeln bringen.

Geplante Maßnahmen/Aktivitäten
Unterstützerunterschriften werden gesammelt und Veranstaltungen und Aktionen durchgeführt.

3 thoughts on “Duisburger zahlen über 30% ihres Einkommens für Miete! – DGB unterstützt Bündnis „Wir wollen wohnen!“

  1. Dr. Ulrich Müller 25. Januar 2019 at 16:27:28 -

    « Wohnkosten – Duisburg ist da leider Spitzenreiter. »

    Die sog Volksparteien wollen bei dem seit Jahren bekannten Problem nicht aktiv werden – und werden dafür erneut abgestraft. Das sind auch Zeichen für Einflüsse auf die Europawahl.

    Heute gibt es im Videotext einen neuen „DeuschlandTrend“ (ARD, Seite 160) und ein neues „Politbarometer“ (ZDF, Seite 165): „Die SPD bliebe auf ihrem historischen Tiefstwert von 14%.“

    Titel-ähnlich berichtet die RP Duisburg über „Duisburg spinnt! …“
    https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/klatsche-fuer-die-verwaltung-spd-will-an-duisburg-summt-teilnehmen_aid-35853859
    Es ist ein politischer Schaukampf zwischen dem Verwaltungschef Sören Link und der SPD Duisburg, um die öffentliche Meinung zu manipulieren.

    Warum schreibt die RP Duisburg nicht? „Wenn die Bienen das ganze Geld kriegen, muss das süße Wombat-Baby leiden.“

    Die RP Duisburg könnte auch schreiben: „Wenn die Duisburger Verwaltung nicht von ihrem Chef Sören Link (SPD) gezüchtigt wird und die Kommunalaufsicht (CDU NRW) keine Ordnung schafft, müssen die Wähler das Abstrafen selbst in die Hand nehmen. Dazu wird traditionell die Europawahl benutzt.

    • Dr. Ulrich Müller 28. Januar 2019 at 11:26:57 -

      Neuer „Ostblick“ – pah, den hat Homberg als Zentrum für Lebensqualität und Demokratie schon lange auf Ost-Duisburg geworfen.

      Nicht gerade bei dieser Europawahl, aber bestimmt zur nächsten in 2024 wollen CDU und SPD mal in Rheinhausen, Homberg und Hochheide vorbeikommen, um einen OstBlick auf Ost-Duisburg zu werfen, weil die Alt-Populisten in 2019 die Lage in Ost-Duisburg voll verpennt hatten.

      Der Koalitionsvertrag
      Ein neuer Aufbruch für Europa
      Eine neue Dynamik für Deutschland
      Ein neuer Zusammenhalt für unser Land
      Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD
      ist nur heiße Luft:

      IX. Lebenswerte Städte, attraktive Regionen und bezahlbares Wohnen
      1. Wohnraumoffensive
      2. Mieten
      3. Stadtentwicklung und Baukultur
      4. Innovation und Wirtschaftlichkeit beim Bauen
      5. Heimat mit Zukunft

      Keine einzige der sieben maroden Brücken der Duisburger Westbezirke wurde saniert; das Image der Stadt Duisburg und unsere Heimat wird massiv von Anja Kopka und Frank Kopatschek (einst NRZ) durch Schönrederei geschändet.
      https://sessionnet.krz.de/duisburg/bi/getfile.asp?id=1607932&type=do

      Der Leitbildprozess ist zur Ramschware eines städtischen Krämerladens verkommen.

       130   ZDFtext   Mo 28.01.19   06:49:58  

          ZDFtext              heute           
          Nachrichten                          
                                               
       Neuer „Ostblick“: CDU und SPD wollen    
       AfD trotzen                             
                                               
       Die Spitzen von CDU und SPD sehen knapp 
       30 Jahre nach dem Mauerfall erhebliche  
       Defizite in Ostdeutschland. Sie wollen  
       mit neuen Konzepten dort für bessere    
       Lebensverhältnisse sorgen. Beide Par-   
       teien beraten dazu heute jeweils Kon-   
       zepte in Präsidium und Vorstand.        
                                               
       CDU und SPD wollen so gegen ein weite-  
       res Erstarken der rechtspopulistischen  
       AfD sowie der Linkspartei angehen. Ende 
       Mai ist die Europawahl, im September    
       und Oktober stehen Wahlen in Sachsen,   
       Brandenburg und Thüringen an.           
                                    

      • Dr. Ulrich Müller 1. Februar 2019 at 08:07:39 -

        … typisch Duisburg:

        Seite 113  WDR Text   01 . 02 . 2019       07:03:12 

        AKTUELLES – WDR     NACHRICHTEN    

        Mietnebenkosten in NRW besonders hoch  
                                                
         Bei den Nebenkosten liegen acht der    
         zehn teuersten Städte Deutschlands in  
         NRW. Das hat das Institut der deutschen
         Wirtschaft (IW) im Auftrag des Verban- 
         des Haus und Grund ermittelt.          
                                                
         Teuerste NRW-Stadt ist Leverkusen. Auch
         in Moers, Mönchengladbach, Witten, Lü- 
         nen, Duisburg, Bergisch Gladbach und   
         Wuppertal sind die Nebenkosten sehr    
         hoch. Ein Grund seien laut IW auch teu-
         re Müllverbrennungsanlagen in NRW. Sie 
         seien nicht ausgelastet. Manche Städte 
         müssten auch mehr Grundsteuern erheben,
         weil sie hoch verschuldet seien. 

        In 110 Tagen ist Europawahl.