Steht das Spiel im Ruhrpott vor dem Aus?

Casino Collectables auf Twitter

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In den vergangenen Jahren schienen die Spielbanken und Spielhallen im Ruhrgebiet eine feste Institution zu sein. Eine kleine aber geschlossene Zielgruppe entschied sich regelmäßig für einen Besuch und sicherte damit die Existenz der Anbieter. Auch das Land NRW profitierte von den dort erzielten Umsätzen. Nun bahnt sich eine Wende in der Branche an, welche die Frage nach sich zieht, ob die Existenz der Angebote überhaupt gesichert werden kann.

Erste Schließungen in Duisburg

Dass es sich bei den aktuellen Meldungen nicht um reine Spekulation handelt, wurde am Beispiel Duisburgs bereits sehr deutlich. Dort traf es bereits das kleinste Glied in der Kette, welches von den kleinen Spielotheken am Straßenrand verkörpert wird. Deren Zahl reduzierte sich in den vergangenen Jahren leicht. Rückläufige Umsätze der Branche ließen dort mit ihren Auswirkungen nicht länger auf sich warten. Doch nicht mehr nur diese Randbereiche der Spielbranche sind von der Entwicklung betroffen. Auf der anderen Seite musste das große städtische Casino zuletzt die Schließung seines Restaurants „Inside“ bekanntgeben. Nach eigener Aussage möchten sich die Verantwortlichen damit in Zukunft mehr auf das Spiel an sich konzentrieren. Finanzielle Gründe werden für diesen Schritt verantwortlich gewesen sein.

Die digitale Konkurrenz

Darüber hinaus lohnt es sich, einen Blick auf die digitale Konkurrenz zu werfen, die in diesem Gebiet wahrgenommen werden kann. Aktuell wächst die Zahl der Online Casinos stetig, die auf ein florierendes Geschäft bauen können. Sie können die Seite NeueCasinos24.com besuchen, um sich einen Überblick über die Vielfalt des Angebots zu verschaffen. Diese Entwicklung wird von steigenden Gewinnen der Unternehmen gestützt, die darin neue Anreize sehen, ihr Angebot auszuweiten.

Gegenüber den traditionellen Spielbanken und Casinos, wie sie im Ruhrgebiet und in ganz Deutschland zu finden sind, haben die Online Anbieter eindeutige Vorteile. Sie müssen keine großen Flächen anmieten, um das Spiel anbieten zu können. Auch ist ihr Personalstab deutlich kleiner, was für niedrige laufende Kosten sorgt. Letztlich sind die Unternehmen dazu in der Lage, damit den Spielern höhere Auszahlungsquoten zuzugestehen. Diese entscheiden sich wiederum mit Freude für den Wechsel ins World Wide Web.

Westspiel GmbH unter Druck

Die Form der Lizenzierung, auf welche die Casinos aus dem World Wide Web bauen, könnte für NRW noch zu einer Belastung werden. Die etablierten Anbieter sorgten etwa für eine höhere Gewerbesteuer in den Städten. Deren ohnehin klammen Kassen profitierten folglich von den erbrachten Einsätzen der Spieler. Online Casinos verlegen ihren Standort aus steuerlichen Gründen in andere Länder der EU. Aus ihrer Sicht handelt es sich um einen Weg, um effizienter zu wirtschaften. Verlagern sich die Einsätze deutscher Spieler jedoch ins Internet, fließen auch die damit generierten Steuern nach Malta oder Zypern.

Doch nicht nur auf dieser Ebene der Kommune sehen die politischen Verantwortlichen Handlungsbedarf. Darüber hinaus ist das Land NRW an der Westspiel GmbH beteiligt. Diese versammelt wichtige Casinos in den großen Städten unter sich und konnte in den vergangenen Jahren stets erfolgreich wirtschaften. Durch die aktuellen Entwicklungen in der Branche ließen sich die Umsätze und Gewinne zuletzt nicht mehr aufrechterhalten. Aus diesem Grund wuchs der Druck auf das Land, sich aus dem Geschäft zurückzuziehen, das in der Vergangenheit stets einen wichtigen Teil zur Finanzierung des Haushalts beitrug. Bei einer Versteigerung bekannter Bilder des Künstlers Andy Warhol, die zuvor im Besitz der Westspiel GmbH waren, wurden bereits wichtige Vermögenswerte liquidiert. Das Land erzielte auf diese Weise ein Plus von rund 30 Millionen Euro. Nun soll die Umstrukturierung und Neubesetzung des Vorstands folgen, um der neuen Konkurrenz entschlossen entgegentreten zu können. Ob dies ausreicht, um dem Land diese wichtige Steuerquelle dauerhaft zu sichern, ist bis zu diesem Zeitpunkt noch fraglich.

Technischer Fortschritt lässt die Kluft wachsen

Inzwischen steht das heimische Spiel an einem Slot dem klassischen Spielautomaten in nichts mehr nach. Längst ist es möglich, für eine reibungslose Darstellung und eine sichere Abwicklung des gesamten Spiels zu sorgen. In Zukunft könnte das Gleichgewicht sogar zu den Gunsten der Online Casinos kippen. Diese experimentieren aktuell etwa mit großem Eifer auf dem Gebiet der Virtual Reality. Hierbei könnte es sich um einen effektiven Weg handeln, die Atmosphäre eines großen Casinos in die Wohnzimmer der Menschen zu tragen. Langfristig ließe sich die Lücke zwischen den Angeboten, die bis zu diesem Zeitpunkt nicht zu leugnen ist, weiter ausbauen. Die etablierten Anbieter sind in jedem Fall alarmiert und verfolgen die aktuellen Entwicklungen in der Szene ganz genau.

Daran schließt sich natürlich die Frage an, ob sich die Politik dieser Entwicklung in den Weg stellt. In der Schweiz wurde mit dem neuen Geldspielgesetz bereits dafür gesorgt, dass ausländische Online Casinos ihre Angebote nicht mehr legal an schweizerische Bürger richten dürfen. Bis zu diesem Zeitpunkt sind aus Deutschland keine gleichwertigen Bemühungen bekannt.

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