Einmal Zebra, immer Zebra: Bruno Soares bietet dem MSV Duisburg in einem offenen Brief Hilfe an

Das der MSV Duisburg seit Beginn der Saison Sorgen plagen ist keinem entgangen. Zunächst starteten die Zebras sehr erfolglos in die Saison und nun kam der Trainerwechsel. Etwas spät, nach Meinung vieler, dennoch noch rechtzeitig. Nun gilt es daran die Wende zu erzielen. Doch kann ein Trainerwechsel alleine dies bewältigen?

Aus ganz anderen Reihen wird ebenfalls der MSV Duisburg verfolgt. Denn es bleibt ehemaligen Spielern nicht verborgen, das es um ihren ehemaligen Verein nicht gut gestellt ist. Hierzu gehört auch der ehemalige Innenverteidiger Bruno Soares. Er streifte sich von 2009 bis 2012 im Dienste der Zebras das Trikot drüber. Er wendete sich nun per offenen Brief an eine Fangruppe:

Bruno Soares im Spiel gegen Eintracht Frankfurt - Foto: Thomas Rodenbücher

Bruno Soares im Spiel gegen Eintracht Frankfurt – Foto: Thomas Rodenbücher

„Ich habe die letzten 3 Spiele meines Herz-Teams verfolgt und ich bin auch besorgt und traurig über die ganze Situation. Ich kenne Ivo Grlic gut, weil wir zusammen spielen und ich bin mir sicher, dass er, wie wir alle, sehr traurig ist und zusammen mit den Verantwortlichen für den Club das Beste tun wird, um diese Situation zu ändern. Ich habe einen tollen Vertrag bis Dezember 2019, dass sicherlich in der Bundesliga 2 nur wenige Teams zahlen könnten und ich würde diesen Club, der mir die Türe in Europa öffnet, gerne im Winterfenster haben und mit meiner Erfahrung helfen mag. Ich bin mir sicher, dass ich mit meinen 30 Jahren und körperlichen Bedingungen diesem Club, den ich in meiner bisherigen Karriere am meisten kennzeichnete, helfen kann. Ich bin damit einverstanden, den guten Vertrag, den ich habe, aufzugeben und einen Vertrag zu schließen, der die aktuellen Bedingungen des Clubs annimmt,
um mit all meiner Stärke auf dem Gebiet unsere liebe msv bis zum nächsten Sommer zu helfen, so dass der Club kein Risiko haben würde. Ich weiß, dass die Spieler in der aktuellen Gruppe ihr Bestes geben und ich möchte niemanden dafür verantwortlich machen, aber ich stelle mich dem Club zur Verfügung, wenn es sein muss, und ich bin sicher, dass Sie es nicht bereuen werden
Für Fans gibt man nicht auf, wir überwinden schlimmere Situationen und wir werden das mehr überwinden, denn einmal Zebra immer Zebra.“

Was der Verein über dieses Engagement denkt, können wir zur Stunde nicht sagen. Dennoch sei ein solcher Einsatz durchaus erwähnenswert und man hofft, das dieser offene Brief die Vereinsführung und den Trainerstab erreicht. Möglich, das noch weitere ehemalige Zebras nachziehen werden. Sicher, das Tor des Transfermarktes ist zunächst geschlossen. Nicht für vereinslose Spieler. Diese kann der Verein nach wie vor aufs (sinkende) Boot holen.

 

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