Die Zebras stecken in der „Klemme“ – Erneute Niederlage sorgt für Unruhe an der Wedau

Der MSV Duisburg empfing am Samstagnachmittag den SSV Jahn Regensburg zum Duell in der 2. Bundesliga. Viele Augen waren auf die Trainerbank gerichtet, denn der aktuelle Chef-Trainer Ilia Gruev steht im Umfeld der Meidericher stark in der Kritik. Sein Kredit gilt als verspielt, ein Meinungsbild, was sich aus der Summe der Kommentare im Internet und Stadion transparent bildet. Es gibt aber auch individuelle Meinungen, wo klar Position PRO Gruev bezogen wird. Eine weitere Personalie ist die des Sportdirektors Ivo Grlic. Hier sind die Meinungen sehr gespaltet. Es gibt eine Fraktion: „Außer Ivo könnt ihr alle gehen“, während die zweite Fraktion Analyse betreibt und die Fehler beim Sportdirektor sieht. Dieser hat viele Verdienste für den Club. Nun aber hat er dem Chef-Trainer einen Kader hingestellt der anscheinend nicht tauglich ist für die 2. Bundesliga. Vom Tor bis in den Sturm gibt es Mängel in der Qualität. Beachtlich ist der Kampfgeist der Truppe, denn das Team steht geschlossen hinter dem Trainer Gruev, Woche für Woche kämpfen die Zebras sich nach Rückständen beachtlich zurück. Scheinbar scheitert es am Ende aber an der Qualität. Ehemalige Zebras machen sich Sorgen um ihren Ex-Club. „Die aktuelle Situation beim MSV belastet mich natürlich auch“, so Ex-Zebra Pablo Caceres.

Bereits in der Anfangsphase der Partie gegen Regensburg mussten die Zebras erneut frühe Rückschläge einstecken. Grütther erzielte in der 11. Spielminute das 0:1 für die Gäste. Gleich zwei Minuten später folgte prompt das 0:2 durch Stolze. Es dauerte ein paar Minuten bis sich die MSV-Akteure im Kopf wieder stabilisierten. In der 24. Spielminute folgte ein wichtiges 1:2 nach Vorlage von Engin. Nach dem Anschlusstreffer war der MSV plötzlich am „Drücker“ und setzte die nötigen Akzente in die Offensive, leider konnte sich das Team nicht belohnen. Mit Beginn der zweiten Hälfe begegneten sich zwei Teams auf Augenhöhe. Regensburg fegte den HSV in seiner heimischen Arena mit 0:5 weg, man darf nicht vergessen, dass es die Mannschaft der Stunde ist. Am Ende des Tages unterlag der MSV mit 1:3.

Eine Entlassung von Trainer Gruev wird es wohl in dieser Woche nicht geben, denn intern wird darüber diskutiert, ob man einen neuen Trainer direkt gegen den 1. FC Köln ins kalte Wasser werfen möchte. Daher wird die Vereinsführung wohl dieses Spiel abwarten und dann eine finale Entscheidung fällen. Fakt ist aber, dass ein ständiges Hin und Her aktuell für miese Stimmung beim MSV sorgt. Die Vereinsführung wirkt planlos und auch überfordert mit dem Profifußball. Die aktuellen Verantwortlichen trugen auch noch nie zu vor in der Bundesliga irgendwo Verantwortung, außer beim MSV Duisburg.

Als Nachfolger bieten sich die üblichen Verdächtigten selbst an: Bernd Hollerbach, Horst Steffen und Kosta Runjaic. Ebenfalls eine mögliche Kurzoption ist Uwe Schubert als Interimstrainer. Heiko Scholz, aktuell bei Lokomotive Leipzig unter Vertrag und als Chef-Trainer freigestellt ist bei einigen Verantwortlichen ebenfalls eine mögliche Lösung bis Saisonende, aber hier gibt es auch Gegenstimmen.

Eine richtige Fahrtrichtung gibt es noch nicht. Der wird nun aber schnell eine Richtung bestimmen müssen, denn die anderen Clubs in der Liga wirken mit einer Strategie und holen Punkte.

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