Duisburger Arbeitsmarkt im Juli

Arbeitslosenzahl im Juli:                                        29.412
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat:     +196
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr:       -2.091
Arbeitslosenquote im Juli:                           11,5%
Arbeitslosenquote im Vormonat:                  11,4%
Arbeitslosenquote im Vorjahr:                   12,5%
 
 
„Auch in diesem Sommer steigt saisonbedingt die Arbeitslosigkeit. Allein 215 Jugendliche kommen nach ihrer Ausbildung in die Arbeitslosigkeit, teilweise auch aus Betrieben, die über Bedarf ausbilden. Doch liegt die Jugendarbeitslosigkeit immer noch deutlich unter dem Vorjahr. Auf der anderen Seite belegen anhaltend hohe Stellenmeldungen, dass der Bedarf an weiteren Arbeitskräften in den Unternehmen ungebrochen ist. Wir haben mehr als 4.000 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, die sofort zu besetzen sind. Diese Zahl zeigt, wie dringlich das Thema Fachkräftebedarf schon ist. Für junge ausgebildete Fachkräfte ist die erfolgreiche Suche nach einem neuen Arbeitsplatz nicht schwer,“ so Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Und mit Qualifizierungsangeboten können wir auch Menschen unterstützen, die ihre bisherige Arbeit verloren haben. Wir werden im Segment der beruflichen Weiterbildung immer flexibler. Ein neuer Berufsabschluss und sei es in kleinen Teilschritten, oder aber eine Teilzeitqualifizierung, wenn jemand Familienpflichten hat, wir können zu der richtigen Lösung kommen.“
 
 
Arbeitslosigkeit
Mit 29.412 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Juli 2018 196 oder 0,7 Prozent mehr Personen als noch im Juni 2018 von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Juli des Vorjahres waren 31.503 Menschen arbeitslos gemeldet, 2.091 Personen oder 6,6 Prozent mehr als in diesem Juli.
Bestand an Arbeitslosen Duisburg Januar 2017 bis Juli 2018

Bestand an Arbeitslosen
Duisburg
Januar 2017 bis Juli 2018

Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 11,5 Prozent gestiegen. Im Juli des Vorjahres lag sie bei 12,5 Prozent und damit um einen Prozentpunkt über dem aktuellen Wert.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Juli um 505 oder 9,6 Prozent höher als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 5.269 im Juni auf jetzt 5.774 gestiegen. Im Juli des Vorjahres lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit um 21 oder 0,4 Prozent über den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Monat.
Von den 5.774 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Juli 1.358 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.090 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos.
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Juli 5.621. Das waren 39 oder 0,7 Prozent mehr als im Juni und 37 oder 0,7 Prozent weniger als vor einem Jahr im Juli 2017. 1.105 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (Juni 2018: 1.082).
Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Mit 2.691 Personen waren im Juli 215 oder 8,7 Prozent mehr junge Leute von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als noch im Juni (2.476). Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Zahlen um 274 oder 9,2 Prozent unter dem Wert von Juli 2017 (2.965). 215 Jugendliche meldeten sich im Juli aus Ausbildung arbeitslos, das waren 65 weniger gegenüber dem Vorjahresmonat.
Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im Juli um 54 oder 0,6 Prozent auf aktuell 8.452 (Vormonat 8.506) und liegt um 129 (-1,5 Prozent) unter dem Vorjahreswert.
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im Juli ganz leicht im Vergleich zum Vormonat von 4.981 auf jetzt 4.979. Hier waren im Vorjahresmonat 5.002 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 23 Personen oder 0,5 Prozent weniger als im Juli 2017 arbeitslos gemeldet.
Im Juli ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Juni gesunken und liegt aktuell bei betroffenen 13.011 Personen; -104 oder -0,8 Prozent (Vormonat 13.115). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 792  Personen oder 5,7 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats.
Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 11.557 (-112 oder –1 Prozent), davon befinden sich 10.059 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 871 oder 7 Prozent weniger als im Juli des Vorjahres.
Geflüchtete Menschen
In Duisburg sind 4.955 Arbeitssuchende im Kontext Flucht/Asyl gemeldet. 2.268 Personen darunter sind arbeitslos. Rund 93 Prozent der Arbeitssuchenden im Kontext Flucht/Asyl werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.
Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)
Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so stieg die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) auf 2,2 Prozent (Vormonat: 2 Prozent). Der Juli-Wert 2018 liegt damit um 0,2 Prozentpunkte unter dem Niveau von Juli 2017 mit 2,4 Prozent.
Im aktuellen Monat waren 5.661 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 423 oder 8,1 Prozent mehr arbeitslose Personen als noch im Juli (5.238). Vor einem Jahr, im Juli 2017, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 318 oder 5,3 Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.
Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)
In der Grundsicherung (SGB II) sinkt die Arbeitslosenquote auf 9,3 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Juli bei 10,1 Prozent.
23.751 Personen (-227 und -0,9 Prozent) waren im Juli in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (Juni: 23.978). Im Vergleich zum Juli 2017 sind in der Grundsicherung aktuell 1.773 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.
Arbeitskräftenachfrage
Gemeldete Arbeitsstellen – Bestand Duisburg Januar 2017 bis Juli 2018

Gemeldete Arbeitsstellen – Bestand
Duisburg
Januar 2017 bis Juli 2018

1.282 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit aktuell gemeldet. Das sind 355 oder 38,3 Prozent mehr als im Vormonat (Juni 2018: 927) und 196 oder 18 Prozent mehr als im Juli 2017.

Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im Juli erneut gestiegen und liegt aktuell bei 4.638 Stellenangeboten (+197, +4,4 Prozent im Vergleich zu Juni). Damit bewegt sich der aktuelle Monat auch über dem Stellenbestand des Vorjahresmonats (4.427 Stellenangebote im Juli 2017, +211 Stellen / +4,8 Prozent).
Von den gemeldeten Arbeitsstellen, die aktuell zu besetzen sind, kommen die meisten aus dem Bereich „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“ (969 Stellen), eng gefolgt von „Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“ (935 Stellen), der im Vergleich zum Vormonat und zum Juli 2017 rückläufig ist. An dritter Stelle liegt der Bereich „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“ (879 Stellen).
Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung ist im Juli weiter gesunken – um 164 Personen oder 0,4 Prozent auf aktuell 38.446 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank sie in Duisburg deutlich um 2.319 Personen oder 5,7 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozentpunkte auf 76,5 Prozent gestiegen (Vergleich Vorjahresmonat 77,3 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 14,6 Prozent; Vormonat: 14,7 Prozent (-1,2 Prozentpunkte gegenüber Juli 2017).
In den Wert der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.405 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 116 Personen weniger als vor einem Jahr in beruflicher Weiterbildung. 30 Personen weniger als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.508). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 1.720 Personen (294 weniger als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.

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