Rentenpolitik mit guten Ansätzen

Wie die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion mitteilte, erhielten im Jahr 2016 etwa 8,6 Millionen Rentenbezieher eine Altersrente von weniger als 800 Euro im Monat. Aktuellere Zahlen liegen derzeit nicht vor, allerdings deuten die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, eine wachsende Zahl von Befristungen sowie der wachsende Niedriglohnsektor auf eine Manifestation der Altersarmut hin. Dazu erklärt BDH-Vorsitzende Ilse Müller:

„Lange Erwerbszeiten dürfen nicht in Altersarmut münden. Dieses Prinzip durchzusetzen, ist von  fundamentaler Bedeutung für das gesellschaftliche Klima in unserem Land. Die Bundesregierung muss die Rentenpolitik auf einen Stabilitätspfad einschwenken lassen und dafür sorgen, dass das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung nicht weiter schwindet. Ein Oberziel der gesetzlichen Rente ist der Schutz vor Altersarmut. Aus unserer Sicht zählt die Honorierung von Kindererziehungs-und Pflegezeiten in einer Lebensleistungsrente gleichermaßen zu einer nachhaltigen Stabilisierungsstrategie wie die Etablierung einer Mindestrente mit Teilhabeziel. Wir begrüßen daher die nun angekündigten Rentenschritte zur Verbesserung der Erwerbsminderungsrente, der Mütterrente II und der Sicherung des Rentenniveaus, zunächst bis zum Jahre 2025. Auf lange Sicht muss es gelingen, die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs zu erhöhen, Teilzeitbeschäftigung und Leiharbeit zurückzudrängen und einen Mindestlohn umzusetzen, der auch Erwerbsbiografien im unteren Lohnsegment stabilisieren hilft.“

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