Trimm-dich-Pfade im Trend

Sommer, Sonne, Outdoorsport: Deutschland braucht Bewegung. Joggen, Schwimmen und Radfahren gelten als die beliebtesten freizeitlichen Sportaktivitäten der Deutschen. Seit einiger Zeit sind aber auch die sogenannten Trimm-dich-Pfade wieder beliebt.

Die ersten Trimm-dich-Pfade entstanden in den 1970er-Jahren. Damals wurden sie im Rahmen einer Kampagne des Deutschen-Sportbundes eingeführt. In Zusammenarbeit mit Krankenkassen, Politik und Wirtschaftssponsoren wollte man die deutsche Fitness vorantreiben. 1969 sah es nämlich nicht gut aus: 250.000 Herzinfarkte pro Jahr, 40 Prozent der Deutschen litten an Übergewicht, die Zahl an Kreislauferkrankungen stieg rapide. Dagegen sollte etwas getan werden. Man rief zu mehr Bewegung auf. In den Folgejahren entstanden zahlreiche Trimm-dich-Pfade – 1980 existierten deutschlandweit 1.500 Parcours. Ende der 1980er-Jahre verfielen viele von ihnen aber wieder, denn der Trend ebbte ab.

Doch jetzt hat man die Natur-Parcours wieder neu entdeckt: Trimm-dich-Pfade sind beliebt, weil man sie flexibel und unabhängig von Gruppen- und Vereinszwang nutzen kann. Kein strenges Fitness-Abo ist nötig, keine Öffnungszeiten sind einzuhalten und das ganze gibt es auch noch kostenlos – Vorzüge, die vermehrt Freizeitsportler ansprechen. Gegenwärtig gibt es deshalb auch in NRW wieder mehr Bewegungsparks. Die Parcours sind so ausgelegt, dass man Ausdauer, Kraft und Kondition trainieren kann. Die meisten Streckenkurse sind zwischen 2 und 4 Kilometern lang, wobei circa alle 200 Meter eine Übungsstation eingerichtet ist. Je nach Pfad findet man dort entweder ein Sportgerät oder ein Naturelement, das man als Sportgerät nutzen kann. Hinweisschilder erläutern die Übungen, die man an den Stationen absolvieren soll. In vielen Städten findet man auch sogenannte Sportparks. Sie vereinen alle Stationen eines Trimm-dich-Pfades an einem Platz, sodass man die Übungen machen kann, ohne den Laufweg zurücklegen zu müssen.

Trimm-dich-Pfade sind wichtig, denn auch aktuell ist der gesundheitliche Zustand vieler Deutscher nicht der beste. Dem Bericht „Gesundheit in Deutschland 2015“ zufolge ist jeder vierte in Deutschland übergewichtig. 65 Prozent der Frauen und 56 Prozent der erwachsenen Männer sind weniger als zweieinhalb Stunden pro Woche körperlich aktiv. Eine Tatsache, die aufhorchen lässt. Oft sind es kleine Alltagsausreden, die Menschen benutzen, um sich vor dem Sport zu drücken: Beruflicher Stress, keine Zeit, Fußprobleme, keine Motivation. Sport ist jedoch ein wichtiger Baustein, um den Körper gesund zu halten.

Schmerzende Füße als Grund, kein Sport zu treiben? Schmerzende Füße entstehen bei vielen, weil sie sich zu wenig bewegen und keine Fuß- und Wadenmuskulatur aufbauen. Bewegung ist in diesem Fall also genau das richtige für den Fuß! Bei vielen führt auch falsches Schuhwerk zu Fußleiden. Zahlreiche Menschen tragen Schuhe, die viel zu eng sind, obwohl unsere Füße Platz und Luft benötigen. Passende und atmungsaktive Schuhe sollte man grundsätzlich tragen – nicht nur für den Sport. Selbst wer Probleme mit Fußfehlstellungen wie dem Hallux valgus hat, muss nicht zwangsläufig auf Sport verzichten. Spezielle Fachhändler wie La Shoe bieten Schuhe für genau solche sensiblen Füße an und führen sogar Sportschuhe in ihrem Sortiment. Und Trimm-dich-Pfade bilden eine hervorragende Möglichkeit, den Körper umfassend zu trainieren, da sie Spazierengehen oder Joggen mit Kraft- und Fitness-Übungen verbinden. Da Trimm-dich-Pfade keine besonderen Fähigkeiten voraussetzen, sind sie auch für Anfänger und Untrainierte empfehlenswert.

Dass Sport allmählich wieder einen größeren Stellenwert in dem Leben vieler Deutscher einnimmt, hat vermutlich mehrere Gründe. Zum einen wächst das Bewusstsein, dass Sport eine wesentliche Bedingung für dauerhafte Gesundheit ist. Zum anderen gibt es aber auch immer mehr Kampagnen prominenter Sportler, die für mehr Bewegung im Alltag werben. Biathletin Magdalena Neuner wirkt zum Beispiel bei der Kampagne „Wer sich bewegt, gewinnt“ der Techniker Krankenkasse mit. Und Tennis-Ass Angelique Kerber versucht mit der „#Fit mit Angie“-Kampagne die Deutschen für Fitness zu begeistern.

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