Relegation: Der KFC Uerdingen schlägt den SV Waldhof Mannheim mit 1:0 – Für das Rückspiel ist alles offen

Die SVW-Anhänger mit einer herrlichen Kulisse – Foto: Nick Höhndorf

Am Donnerstagabend empfing der KFC Uerdingen den SV Waldhof Mannheim zum ersten Relegationsspiel um den Aufstieg in Liga 3. Der SV Waldhof Mannheim wurde von einer beachtlichen Anhängerschaft nach Duisburg begleitet. Bereits am Nachmittag pilgerten zahlreiche SVW-Anhänger die Lokalitäten rund um den Sportpark Wedau. Zur Freude des Gastronomen. Die Relegation ist für die Mannheimer kein unbeschriebenes Blatt, denn sie sind zum dritten Mal in Folge bei den Relegationsspielen dabei, zuvor unter den Trainern Kocak und Dais.  Der KFC Uerdingen konnte aus „Sicherheitsgründen“ seine Partie nicht an der heimischen Grotenburg ausrichten. Als Alternative wählte der Club die Arena des MSV Duisburg als Austragungsort.

Im Vorfeld der Partie bedankte sich der KFC Stadionsprecher per Lautsprecherdurchsagen an MSV für die tolle Gastfreundschaft, gefolgt von einem großen Applaus der KFC Anhängerschaft.

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KFC-Coach Krämer feiert das 1:0 Foto: Nick Höhndorf

Die Partie begann aufgrund des sehr hohen Zuschaueraufkommens 30 Minuten später, also um 19:30 Uhr statt wie geplant um 19:00 Uhr. Zum Ärger einiger SVW-Fans die sich über den „Sparpreisfinder“ der deutschen Bahn Tickets ohne Flexibilität gesichert hatten. Flexibel mussten auch die Ordner sein, denn vor der Partie wurden aus dem Gästeblock zahlreiche Knallkörper gezündet, als die Partie kurz vor den Abbruch stand legte sich die Situation aber. Die Gästefans des SV Waldhof Mannheim haben ansonsten über die gesamte Partie einen tollen Support abgeliefert und für mächtig Stimmung gesorgt.  Viele alte Bekannte schauten sich die Partie in Duisburg an u.a. Ex-Bundesligatrainer Norbert Meier, er unterstütze seinen Kumpel Manfred „Manni“ Gloger (Torwarttrainer KFC Uerdingen). Für Gloger war es eine besondere Rückkehr, denn als Torwartcoach feierte er mit dem MSV Duisburg zwei Mal den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Neben Meier war z.B. auch Ronny Zimmermann zu Gast. Der DFB Vizepräsident und Präsident vom Badischen Fußballverband unterstützte den SV Waldhof. Die Gastgeber der MSV Duisburg wurde vom Präsidenten Ingo Wald repräsentiert. Beide Fan-Lager sorgten für eine tolle Stimmung in der Arena. Es war für viele Menschen schön zu sehen, dass die großen Traditionsclubs im Amateurbereich (Beide aber unter Profibedingungen) über so eine große Fankultur verfügen. Die Partie begann etwas überraschend, denn der SV Waldhof Mannheim übernahm in der Anfangsphase das Zepter und setzte deutliche Akzente in der Offensivarbeit. Erste Impulse wurden mit Torabschlüssen seitens des SVW gesetzt. Die mangelnde Chancenauswertung verhinderte jedoch einen frühen Führungstreffer der Gäste aus Mannheim. Der KFC agierte in Hälfte eins eher mit langen und unkontrollierten Bällen, so dass der SV Waldhof Mannheim den Ball ordentlich zirkulieren ließ. Hätten die Mannheimer ihre Torchancen effektiv genutzt, so wäre der KFC bereits in der Halbzeitpause mit einem deutlichen Rückstand in die Kabine gegangen.

Das Spiel zeichnete sich wie erwartet als echtes „Kampfspiel“, beide Lager wussten um die Bedeutung. Positiv waren die Emotionen der Reservespieler beider Teams, sie unterstützten ihre 11 Teamkollegen auf dem Platz lautstark mit Gestik und Mimik. Das Schiedsrichtergespann hätte hier ein wenig mehr Verständnis entgegenbringen können, Ermahnungen gegen die Spieler auf der Ersatzbank waren unnötig.

In Hälfte zwei wendete sich das Blatt zu Gunsten des KFC Uerdingen

Im zweiten Durchgang setzten die Gastgeber die deutlichen Impulse in Puncto Offensivarbeit. Stefan Krämer der Coach des KFC fand in der Halbzeitpause offenbar die richtigen Worte. Der KFC stellte auch ein wenig seine Taktische Marschroute um. Belohnt wurde das hohe Engagement durch Ex-Bundesligaprofi Maximilian Beister, er konnte nach einer Unstimmigkeit in der SVW-Defensive das 1:0 für die Krefelder markieren, 75. Spielminute. Weitere Tore der Uerdinger verhinderte SVW-Schlussmann Scholz mit einigen Glanztaten. Der SVW versuchte nochmal die Wende herbeizuführen, jedoch ohne Erfolg, da Torchancen zahlreich nicht effektiv genutzt worden sind. Spielerisch über die gesamte Partie analysiert war der SV Waldhof ein wenig mehr am Zug, aber durchweg ein sehr ausgeglichenes Duell zweier Traditionsclubs. Für das Rückspiel in Mannheim ist nun alles offen. Fakt ist, dass der KFC Uerdingen auf einen echten Hexenkessel trifft. Die SVW-Anhänger verwandeln ihr berühmtes Carl-Benz-Stadion regelmäßig zu einem echten Hexenkessel. „Wir haben heute 1:0 gewonnen, aber haben keinen großen Vorteil vielleicht 51:49 Prozent,“ weiß Kai Schwertfeger die Situation bodenständig einzuschätzen. Das Carl-Benz-Stadion wird am kommenden Sonntag ausverkauft sein. Sollte der SV Waldhof Mannheim den Aufstieg schaffen, so wird in Mannheim rund um die Planken eine echte „Sause“ starten. Angefangen am Wasserturm über Autocorsos durch die gesamte Stadt. Der KFC hat unabhängig vom Aufstieg eine Meisterfeier für die gewonnene Meisterschaft in der Regionalliga West für Anfang der kommenden KW terminiert, eventuell wird aus der Meisterfeier eine Aufstiegsparty…

 

 

 

 

 

 

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