Im fünften Versuch gelingt es Leipzig endlich, Bayern München zu schlagen

Am 27. Spieltag gelang es den Roten Bullen aus Leipzig endlich, den deutschen Rekordmeister FC Bayern München zu besiegen. Im fünften Anlauf wurde die Mannschaft aus München mit 2:1 geschlagen. Nachdem Leipzig als Heimmannschaft schon früh in Rückstand geriet, gelang es dem aus Guinea stammenden Naby Keita noch vor der Halbzeitpause auszugleichen. Der Nationalstürmer Timo Werner setzte in der 2. Halbzeit dann noch einen drauf und brachte die Bullen mit 2:1 in Führung. Dies konnten die Leipziger dann souverän nach Hause schaukeln und sie zeigten sich nach Abpfiff deutlich erleichtert, endlich die Bayern geschlagen zu haben.

Großer Abstand in der Bundesliga

Zwar spielt Leipzig, nach dem kometenhaften Aufstieg durch mehrere Ligen bis in die Bundesliga, seit Jahren Fußball auf sehr hohem Niveau, allerdings hatte es zuvor nie zu einem Erfolg gegen den Rekordmeister aus München gereicht. Dies ist nun endlich gelungen, allerdings hat der Verein aus Leipzig noch einen langen Weg vor sich, bis sie den Bayern dauerhaft Konkurrenz machen können. Sie spielten letzte Saison und auch diese Saison um die Plätze, die zur direkten Qualifikation für die Champions League berechtigen, allerdings liegen sie schon satte 23 Punkte hinter den Bayern. Dies hört sich zunächst nach sehr viel an, bei genauerer Betrachtung des aktuellen Tabellenstandes fällt aber auf, dass die zweitplatzierte Mannschaft aus Gelsenkirchen, der FC Schalke 04, auch schon 17 Punkte Rückstand auf den Tabellenprimus hat. So befinden sich die Roten Bullen mitten im Kampf „Best-of-the-Rest“ und haben durchaus noch Chancen, als Zweiter hinter den Bayern in der Abschlusstabelle zu landen.

Gefahr des Ausverkaufs

Um dauerhaft mit den Bayern um die Meisterschale zu konkurrieren, liegt noch viel Arbeit vor dem Team um Sportdirektor Ralf Rangnick und Übungsleiter Ralph Hasenhüttl. Der Kader muss noch weiter in Spitze und Breite verbessert werden und die Mannschaft braucht wohl auch noch eine gewisse Zeit, um sich in der Bundesliga zu etablieren. Auch mit diesem Hintergrund schmerzt der bevorstehende Abgang von Naby Keita sehr. Der Afrikaner hat sich bei RB Salzburg und RB Leipzig stetig verbessert und ist zu Herz und Seele des Teams geworden. Als Mittelfeldmotor gibt er den Takt vor und spielt häufig die entscheidenden Bälle. Dies hat natürlich Begehrlichkeiten geweckt und nach langem Hin und Her dazu geführt, dass Keita für eine sehr hohe Ablösesumme im Sommer nach Liverpool an die Anfield Road wechselt. Dort rechnet sich der Spieler höhere Chancen auf internationale Titel aus und erhält zudem viel mehr Geld, als Leipzig bereit war zu zahlen.

Kann Keita einigermaßen adäquat ersetzt werden, ist davon auszugehen, dass Leipzig die übermächtig erscheinenden Bayern in den nächsten direkten Duellen häufiger schlägt.

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