xtranews – das Newsportal aus Duisburg

Offener Brief an den Rat der Stadt: Wann wird Duisburgs Problemstadtteil Hochfeld evakuiert?

Offener Brief der Vereinsmitglieder Bodo Mörbitz und Friederike Bettex vom Zukunftsstadtteil und vom Vorsitzenden des KlüngelKlub e.V. Thomas Rensing.

„Wir fordern Sie auf, in Ihrer Verantwortung für Duisburg und für eine rechtmäßige und zweckentsprechende Verwendung von EU-Mitteln die obige Beschlussvorlage abzulehnen und sich mit aller Kraft für die Förderung des benachteiligten Stadtteils Hochfeld einzusetzen !

Als engagierte Bürger Hochfelds wehren wir uns entschieden gegen den Versuch, einen Stadtentwicklungskredit für das Bauvorhaben Wedau-Sechsseenplatte aus Mitteln der EU für die Förderung benachteiligter Stadtteile zu erlangen.

Hier werden Verwaltungsressourcen gebunden und die Chancen der Förderung erneuerungsbedürftiger Quartiere herabgemindert und zudem EU-Mittel zweckentfremdet und missbraucht.“

Den kompletten Text finden Sie unter
https://www.xtranews.de/wp-content/uploads/2018/03/Offener_Brief_aus_Hochfeld.pdf

Auch dem Unterzeichneten (Dipl. Ing. Bodo Arnim Mörbitz) ist bewusst, dass keine Stadt einen Stadtteil im Portefolio haben möchte wie Hochfeld, in dem sich viele Problemlagen stapeln und der aktuell zur Prosperität der Stadt wenig beitragen kann. Es ist bekannt, dass Vertreter aus Politik und sozialen Einrichtungen die Strategie verfolgen, man müsse geeigneten Bewohnern eines schwierigen Stadtteils den sozialen Aufstieg und Ausstieg aus dem Stadtteil ermöglichen. Diesen Ansatz halten wir grundsätzlich für eine fundamental falsche Stadtentwicklungspolitik, weil ohne eine ausgewogene soziale Mischung der Bevölkerung eines Stadtteils Tür und Tor für eine fatale Problemzone geöffnet werden. Das ist um so fataler, weil Hochfeld im Zentrum der Stadt liegt und weil die vielen positiven Ansätze einer Stadtteilentwicklung wie beispielsweise der Rheinpark, der Ausbau der Wanheimer Straße oder die Chance auf eine konstruktive Entwicklung des Areals zwischen Rheinpark und Stadtteil konterkarriert werden. Die Investitionen der vergangenen Jahrzehnte werden mit dieser Strategie vollkommen entwertet. Der Versuch, Fördermittel für Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf umzuleiten und zu zweckentfremden um „… ein strahlendes neues Wohngebiet in der Nähe zum Gartenzaun von Düsseldorf“ zu bauen setzen ganz falsche Zeichen. Die bisherigen und zukünftigen Bemühungen werden mit dieser Ausrichtung degradiert (ganz abgesehen von der Zweckentfremdung der Förderrichtlinien).