Finanzkarriere ohne Finanzstudium: 10 Schritte

Mit dem Studium ist das so eine Sache: Ist man erst einmal drin, wird es schwierig, noch einmal umzuschwenken. Und was, wenn man erst nach dem Abschluss feststellt, dass ein anderes Studium zu besseren Jobs führen würde? So geht es vielen Absolventen beim Eintritt in den Arbeitsmarkt. Doch sollten sie sich davon nicht entmutigen lassen. Quereinsteiger sind in der Arbeitswelt keine Seltenheit und es gibt sie sogar in Berufen, die bestimmtes Fachwissen voraussetzen. So auch in der Finanzwelt: Viele junge Studienabgänger lassen sich von einem Einstieg in diesen Markt abschrecken, wenn sie nicht gerade etwas Fachbezogenes studiert haben. Doch auch, wer erst nach dem Studium ein Interesse für Zahlen und Kurse entwickelt, kann in dieser Branche Fuß fassen. In diesen 10 Schritten gelingt euch auch ohne Finanzstudium die Finanzkarriere.

Schritt 1: Finanzjargon büffeln

Wer das ABC der Finanzwelt nicht gelernt hat, ist bei Fachgesprächen schnell abgehängt. Da könnt ihr dann auch in keinem Bewerbungsgespräch punkten und verschwindet schnell wieder von der Kandidatenliste. Die gute Nachricht ist: Dieses Defizit kann mit ein paar Stunden ernsthaften Studiums ausgeglichen werden. Wer dann noch täglich den Finanzteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu Hand nimmt, kennt sich schon bald mit dem aktuellen Börsengeschehen aus.

Schritt 2: Fortbildungen

Einen Bachelor nachholen müsst ihr nicht, es genügt schon, sich in einschlägigen Kursen fortzubilden. Diese werden mittlerweile sogar im Internet als E-Learning-Kurse angeboten, sodass ihr bequem auf dem Sofa euer Wissen erweitern könnt. Und wenn ihr doch noch ein bisschen mehr Zeit habt, dann lohnt sich vielleicht auch ein Fern- oder Abendstudium.

Schritt 3: Crashkurs in Cash

Andere haben hingegen wenig Zeit zu verlieren und legen es darauf an, den Einstieg ins Business schnell zu vollbringen. Für sie gibt es eine gute, wenn auch kostspielige Lösung: Einen Crashkurs in Finanzen. Derartige Kurse werden  beispielsweise von der Firma Wall Street Prep angeboten und macht aus euch in kürzester Zeit Finanzexperten.

Schritt 4: Ständige Weiterbildung

Nur, weil ihr nun ein Diplom aus einem Zusatzkurs in Händen haltet, heißt das nicht, dass die Weiterbildung hier endet. Besonders für diejenigen, die sich für Trading für Anfänger interessieren, wartet das Internet mit einer Fülle an Informationen sondergleichen auf. Seiten wie admiralmarkets stellen kostenloses Grundwissen zum Thema Finanzen bereit und berichten zudem über die jüngsten Entwicklungen des Marktes.

Schritt 5: Simulieren

Es muss ja nicht gleich ans Eingemachte gehen: Viele Leute sind nervös, wenn sie ihr Geld in die bisweilen launenhafte Finanzwelt investieren. Deshalb gilt: Fake it til you make it! Bei Trading Simulatoren, im Web oder als App, probiert sich der User ganz unverbindlich mit virtuellem Geld aus und macht erst mit echtem Geld weiter, wenn er Erfahrung gesammelt hat. Auch wenn euer Fokus nicht auf privaten Anlagen liegt, wird euer potentieller Arbeitgeber von dem Fachwissen beeindruckt sein, das ihr auf diese Weise über die Finanzwelt ansammelt.

Schritt 6: Insiderwissen über die Industrie

Das Canadian Securities Institute bietet einen Kurs an, der euch im Prinzip für die Industrie lizenziert, und vergleichbare Kurse gibt es auch in Österreich, Deutschland und der Schweiz. An einem solchen Zertifikat kann ein potentieller Arbeitgeber erkennen, dass ihr besonders motiviert seid und ihr euch somit von euren Mitbewerbern abhebt. Auch, wenn dieser Schritt bereits um Einiges schwerer ist, als die ersten drei Schritte, erhöht er eure Einstiegschancen in den Finanzmarkt maßgeblich.

Schritt 7: B wie Bloggen

Einen Blog beim Vorstellungsgespräch vorzuweisen, kommt immer gut. Der Arbeitgeber kann hier Dinge über euch erfahren, für die das Vorstellungsgespräch vielleicht keine Zeit bietet. Mit einem Finanzblog könnt ihr euch gut profilieren, denn ihr könnt dort euer Wissen zum Thema in größerer Tiefe präsentieren. Vielleicht werden sogar Headhunter auf euren Blog aufmerksam und kommen mit einem Angebot von selbst auf euch zu.

Schritt 8: Mentor finden

Ein Mentor ist ein Experte auf dem Gebiet der Finanzen, der in der Industrie tätig ist oder war. Er teilt sein Fachwissen mit euch und gibt euch relevante Tipps, wie ihr auch ohne Studium in den Markt einsteigen könnt. Außerdem könnt ihr mit ihm eure Entwicklung besprechen und ob die Zeit schon reif ist für eine erste Bewerbung. Und denkt auch an Vitamin B: Dank seiner Beziehungen kann ein Mentor mit etwas Glück eine erste Stelle für euch klar machen.

Schritt 9: Praktikum

Praktika haben einen schlechten Ruf, da ihre Bezahlung meist miserabel ist. Aber in der Not frisst der Teufel die Fliegen: Ohne Studium ist ein Praktikum eure beste Möglichkeit, Erfahrung im Job zu sammeln und festzustellen, ob die Finanzwelt überhaupt etwas für euch ist. Oft führt ein Praktikum auch zu einer Festanstellung.

Schritt 10: Den Fuß in die Tür bekommen

Sucht in einer anderen Stadt, in einem anderen Land, schickt euren Lebenslauf als Initiativbewerbung an die Personalabteilung, lasst eure Kontakte spielen. Wenn es euch wirklich ernst ist, solltet ihr alle Ressourcen mobilisieren, um euren ersten Job in der Finanzwelt zu landen.

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