Liebe Duisburger SPD-MitgliederInnen: Sagt NEIN zur Groko

Hier mein „Nachmittagsbriefing“ in Steingart-Manier: Dem Totschlag folgt Zerlegung.

Ja, die Bundes-SPD führt sich auf wie im Schlachthof. Da wird erst herumgewurstet was das Zeug hält. Und die MitgliederInnen sind ziemlich fassungslos. Versteh ich gar nicht, zeigt sich doch nun ganz offen das Gesamt-Dilemma dieser Partei, das sich bereits seit mindestens 10 Jahren andeutet: Die totale Entfremdung von der Basis.

Wir auf lokaler Ebene wissen das schon lange, jetzt ist das Schauspiel auf der grossen Berliner Bühne angekommen und wird weltweit uraufgeführt.

Alle geschichtlichen Meuchelereignisse und Verrate sowie jede Menge Hofschranzen die sich anwanzen und Höflinge, Günstlinge wie zu Zeiten Ludwigs XIV.

Nur eben keine Politik die wir uns wünschen. Zugegeben, man hat nun endlich ein Koalitionspapier aber was nutzt es, wenn die Aspiranten sich gegenseitig in die Pfanne hauen. Vertrauensbildung? Fehlanzeige!

Schulz weg vom Fenster, Nahles soll möglichst schnell Parteivorsitzende werden, Gabriel im Abseits, Scholz unscheinbar irgendwo, Roth und Annen kennt kein Mensch und Stegner macht wie immer die richtige Miene zum blöden Spiel.

Kein Kommödienstadel kann besser sein.

Und Frau Merkel: Die will sich angeblich mit einer neuen Mannschaft aufstellen und hat wohl endlich verstanden um was es geht. Allerdings wollen einige aus der CDU die Spielführerin schon nicht mehr auf dem Feld.

Da es nun von Euch abhängt, Ihr SPD-Genossen und Genossinnen, appelliere ich innigst: Stimmt für NEIN zur Groko.

 

 

One thought on “Liebe Duisburger SPD-MitgliederInnen: Sagt NEIN zur Groko

  1. Der nachfolgend Artikel wird in zwei oder drei Monaten für jeden freigeschaltet.

    Andreas Reckwitz. Sozialdemokratie: Das Band zerreißt, ZEIT, 21. Februar 2018

    Zitat: Die Mittelschicht driftet auseinander. Und die Sozialdemokratische Partei Deutschlands ist Opfer dieses epochalen gesellschaftlichen Umbruchs. Den europäischen Schwesterparteien ergeht es kaum besser. Eine Erklärung. Zitatende

    Egal, ob Ja oder Nein!

    Wird die SPD eine Erneuerung in 1.000 Tagen schaffen?

    Ich denke nicht. Jetzt ist zwar Herbert Mettler als SPD-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat weg. Viele, ja wirklich sehr viele müssten auch noch weg – etwa Ralf Jäger als Unterbezirksparteivorsitzender SPD Duisburg.

    Aber das neue Personal für die Erneuerung der SPD gibt es nicht. Und überzeugende neue Leute mit neuen Ideen für den politischen Aufschwung in 1.000 Tage in die Startblöcke zu bringen, wird auch nicht gelingen.

    Viele Duisburger SPD-Mandatsträger repräsentieren die abgestiegenen Duisburger beim Sozialstatus. Anstatt neue politische Konzepte für die Benachteiligten zu entwickeln und demokratisch durchzusetzen, waren die SPD-Leutchen überwiegend im Ringen um Posten damit beschäftigt, politische Mitbewerber in der eigenen Partei wegzubeißen und wegzutreten.

    Gefährliche Wettbewerber im Parteiortsverein wurden durch Intrigen weggemobbt, indem man diese Leute etwa „Chefkritiker“ nannte und zu ihren Beiträgen meinte: „Ähh, kannste das nich mal auf deutsch sagn?!“ Diskurs war und ist in der SPD Duisburg verpönt. Vielleicht hat die Kanzlerin Frau Merkel einmal bei der SPD Duisburg hospitiert.