Die Evolution von Videospielen in Deutschland

Eine der spannendsten Branchen in Deutschland und der Welt ist die des Gamings. Entwickler aus unzähligen Ländern bringen in hoher Frequenz ihre Kreationen auf den Markt und hoffen auf den nächsten großen Erfolg. Wir werfen einen Blick auf die Entwicklung von Videospielen in Deutschland, von den Anfängen mit Pong bis zur heutigen zunehmend mobilen Gaming-Welt.

Alles beginnt in den Siebzigern

Quelle: HonestR via Twitter

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Am Anfang einer langen Erfolgsgeschichte steht Pong. Was jüngeren Menschen heute eher in anderer Form bekannt ist, war im Jahr 1972 das erste Videospiel mit weltweiter Popularität. Es wurde von Atari entwickelt und veröffentlicht. Vor allem in Spielhallen sorgte das Videospiel für große Begeisterung und lockte auch in Deutschland viele Menschen an die Spielautomaten und vor die Bildschirme. Die Entwicklung fand vorerst in kleinen Schritten statt, da die vorhandenen Technologischen Grundlagen noch nicht viel mehr ermöglichen konnten. Pac-Man und Donkey Kong, als Startschuss der legendären Super Mario Reihe, wurden bereits 1980 respektive 1981 zu großen Hits, von denen sich die Menschen noch heute erzählen. Anfang der 80-er Jahre schrieben einige bekannte Namen die Geschichte fort, etwa Commodore, Sega oder Nintendo, die mit ihren Veröffentlichungen für kleinere Revolutionen am Markt sorgten.

Insbesondere das 1985 erschienene Nintendo Entertainment System sorgte nicht nur in den USA, sondern auch in Europa und vor allem Deutschland für große Aufregung. Noch heute ist das Spiel Super Mario Bros. das meistverkaufte Jump ’n‘ Run Spiel der Videospielgeschichte. Sid Meiers Civilization und Tomb Raider leisteten dem listigen Italiener in den Folgejahren Gesellschaft auf dem Spielemarkt. Schließlich gilt 1994 als das Jahr der bahnbrechenden Entwicklung, die noch heute entscheidenden Einfluss auf das tägliche Leben vieler deutscher Gamer besitzt: Sony veröffentlichte die allererste Playstation. Erst zu deren zweiter Generation gesellte sich 2001 dann auch die Microsoft Xbox hinzu, um den ständigen Kampf der Konsolen loszutreten. Seitdem blickt der Videospielemarkt auf rapide Entwicklungen zurück, die sowohl in Sachen Hardware als auch Grafik in ungeahnte Höhen schossen.

Steigender Umsatz – auch durch Mobile Gaming

Laut Statistiken des Bundesverbandes Interaktiver Unterhaltungssoftware BIU ist kein allzu baldiges Ende der Entwicklung am Spielemarkt abzusehen. Stattdessen haben sich Videospiele so fest in der deutschen Kultur und Wirtschaft etabliert, dass der Umsatz immer weiter steigt. Ende 2016 befand sich dieser in Deutschland bei 2,9 Milliarden Euro. Die Spiele entwickelten sich zu einer Schlüsselindustrie für die Digitalisierung Deutschlands. Das wird vor allem dadurch unterstrichen, dass sich die Videospiel-Branche immer mehr an mobilen Endgeräten orientiert und damit die gestiegene Nachfrage der Benutzer befriedigt. Spiele-Apps sind der am stärksten steigende Zweig der Gaming-Industrie in Deutschland.

Quelle: Mobile Growth via Twitter

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Im Jahr 2016 spielten 17,3 Millionen Menschen auf dem Smartphone, während 11,5 Millionen ihre Videospiele per Tablet genossen. Das bringt den Entwicklern den Vorteil, das Freemium-Modell stets weiterentwickeln zu können und den 409 Millionen Euro betragenden Umsatz weiterhin zu steigern. Abonnements und Mikrotransaktionen sorgen zwar dafür, dass eine überwältigende Mehrheit das Spiel völlig kostenlos spielt, dabei jedoch ausreichend Spieler durch ihre regelmäßigen Investitionen für eine positive Bilanz sorgen. Die Evolution der Videospiele in Deutschland hält auch in der Zukunft viele spannende Entwicklungen bereit. Dazu gehören insbesondere Virtual Reality sowie Augmented Reality, die in Pokémon Go eingesetzt wurde. Der deutsche Gamer darf also gespannt nach vorne blicken.

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