Duisburger Weihnachtsmarkt: „Irgendwie ist hier seit Jahren alles immer dasselbe.“

„Irgendwie ist hier seit Jahren alles immer dasselbe.“ Diesen Satz hat laut NRZ ein gewisser Dirk Böhnke, Aushilfe auf einem Glühweinstand auf dem Duisburger Weihnachtsmarkt gesagt.  https://www.nrz.de/staedte/duisburg/weniger-als-zwei-millionen-besucher-auf-dem-weihnachtsmarkt-id212996211.html

Lustig, dass ich zur Halbzeit bereits Ähnliches geschrieben hatte:  https://www.xtranews.de/2017/12/16/duisburger-weihnachtsmarkt-same-procedure-as-every-year-id40194836.html

Schön, dass es jetzt auch mal jemand anders gesagt hat. Der Veranstalter DuisburgKontor ergießt sich ja immer in Lobeshymnen, wobei der nun beendete Markt ausnahmsweise keine 2 Mio. Besucher hatte. Wie das gezählt wurde ist mir immer noch schleierhaft. DuisburgKontor gibt mir ja zur Zählweise keine Auskunft.

Ach ja, dass die Standbetreiber auf der Düsseldorfer Strasse nicht gerade begeistert sind, weil die Besucherfrequenz und der Umsatz eher im Keller blieben, sei nur am Rande erwähnt, aber irgendwie auch kein Wunder.

Und der Weihnachtsmann soll angeblich versucht haben sich wegen Langeweile bereits am 1. Tag das Leben zu nehmen. Hat aber nicht geklappt. Ihm geht‘ gut.

 

Um nochmals auf den Eingangssatz zurückzukommen. Der passt auch gut zum sonstigen ab sofort wieder üblichen „Flair“ der City. Wieviele Leute mögen inzwischen wohl bereuen gegen das DOC gestimmt zu haben? Und wann wird endlich der auf dem 3. Innenstadt-Dialog beschworene „Pakt für die City“ seine Wirkung entfalten? http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/neuer-pakt-soll-die-city-wiederbeleben-aid-1.7193062

Ich denke mal gar nicht. Wer soll denn paktieren? Wahrscheinlich wird’s die bereits fieberhaft gesuchte Wirtschaftsfachkraft in der Stadtverwaltung irgendwann mal angehen, das Päktchen. Die Citymanagerin Dagmar Bungardt kann dann endlich in Vorruhestand gehen – sie kostet eh nur Steuergeld und bringt nichts.

Wie heisst es doch so schön auf www.du-city.de:

Die Duisburger City ist so besuchenswert wie ein Bahnhofsklo. Warum soll ich also in die Duisburger City gehen, wenn ich nicht muß?

3 thoughts on “Duisburger Weihnachtsmarkt: „Irgendwie ist hier seit Jahren alles immer dasselbe.“

  1. Michael Schulze 3. Januar 2018 at 15:57:07 -

    NACHTRAG zu obigem Artikel:

    Der Vollständigkeit halber will ich noch auf folgenden Artikel aus der RP hinweisen: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/knapp-am-besucherrekord-vorbei-aid-1.7296795

    Darin wird der Weihnachtsmarkt wie gewohnt gelobt. Und der liebe Herr Bommann, ein von mir wenig geschätzter und selbsternannter Handelsexperte, seines Zeichens GF beim Einzelhandelsverband, betont wie immer die Bedeutung des Marktes für den örtlichen Handel. Was er verschweigt ist die Tatsache, dass jeder Umsatz auf dem Markt in den „normalen“ Geschäften nicht gemacht wird. Bei rund 50% gastronomischen Ständen leidet demzufolge auch die örtliche „normale“ Gastronomie.

    Wenn dann noch von ihm behauptet wird der Markt kurbele die Umsätze der „normalen“ Geschäfte an, dann sollte er mal die Geschäftsinhaber auf dem Sonnenwall danach fragen.

    Dass zu alledem noch das angeblich neue Sicherheitskonzept in dem Artikel gelobt wird dürfte bei fast 150 simplen Wassertanks auch eher eine Übertreibung sein.

    Abschlussfrage: Wann hört dieses ewig gleiche Geseier endlich mal auf und wann kommen Fakten auf den Tisch?

  2. Stromkilometer 778 5. Januar 2018 at 17:21:15 -

    Der so vollmundig angekündigte alternative Wintermarkt vor dem Knüller war kein Knüller. Auch dort gab es typischen Kirmesfraß. Fremdkulturische Speisen musste man mit der Lupe suchen. Cyrrywurst, heißer Hugo, hahaha!
    Mir persönlich erschließt sich der Unterschied zwischen Kunsthandwerkermarkt, Kirmes und Weihnachtsmarkt nicht. Immer derselbe bunte Kokolores, Currywurst, Alkohol, Fritten. Was der Ruhri halt so zum Glücklichsein braucht. Besinnliches, Geschmackvolles wohl eher nicht. Als Gipfel des Unpassenden empfand ich heuer das affig strahlende Riesenrad, welches, als für meine Augen Gipfel des Grotesken, zwischenzeitlich blau weiß illuminiert war. Ja, ich fand`s SchXXXXe! Als dann auch noch ein augenscheinlich waschechter Duisburger köpigeschwängert Ämm Äss Vau grölte, blieb mir nur die Flucht in my castle.

    „Dieter, Dieter, Dieter makes Kontor great again.“

    • Michael Schulze 6. Januar 2018 at 12:03:35 - Author

      @Stromkilometer 778
      Ich kann zwischen alle den Märkten übers Jahr auch keinen Unterschied feststellen. Ausser vllt. ein wenig an der Deko. Aber beim Weihnachtsmarkt ist das Riesenrad ja eher Kirmes als X-Mas. Und immer mind. 50% Fressstände die als „kulinarische“ Höhepunkte bezeichnet werden. Dann hab ich zuhause tgl. ein Festtagsmenü, würde ich ständig verbal so übertrieben ausflippen.